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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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305
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Ludwig XIV. gegen Holland. !05

Alle Festungen waren bald in französischen Händen, alle Ver-wendungen des Kaisers für den Herzog erfolglos ').

Noch größer wurden die Besorgnisse des Kurfürsten durchdie Unruhen in Polen, wo die Partei der Großen und desHeers, an deren Spitze der Erzbischof von Gnesen stand, denKönig zur Abdankung zwingen wollte, wahrend der Adel desLandes größtentheils für diesen war H. Friedrich Wilhelmsuchte daher die Gencralstaaten, denen er sogleich von den siebedrohenden Entwürfen Frankreichs Nachricht gab, zu bewegen,durch dem Könige von Frankreich angebotene Gcnugthuungdem Kriege zu entgehen, ihm aber für die Beweise seiner Er-gebenheit wenigstens eine oder die andere seiner clcveschen Fe-stungen zurückzugeben. Johann von Witt konnte sich indessengar nicht vorstellen, daß der König von Frankreich ohne allewesentliche Ursache Holland mit Krieg überziehen werde, hieltsich durch die Triple-Allianz gesichert, glaubte vielmehr, derKurfürst wolle nur Besorgnisse erregen, um für sich und dasHaus Oranien Vortheile zu erhalten, und lehnte dessen Vor-schläge kalt ab, was diesen sehr verdroß ^). Nochmals lud DeccmberWilhelm von Fürstenberg den Kurfürsten zum Bündnisse mit 1670Köln, Neuburg, Hannover und Münster ein, bot ihm unterAnderem die Rückgabe von Orsoy und Wesel und am Endedes Kriegs alle clcveschen Festungen an, ausserdem sollten alleeroberte Provinzen unter die Verbündeten vertheilt werden.

Des Kaisers sei man sicher. Über diese Anträge wurde aufeinem westfälischen Kreistage in Bielefeld verhandelt. Der AprilKurfürst schickte die geheimen Räthe v. Blaspiel und v. Jena 1671dahin, doch waren sowohl hier alle Überredungskünste, Schmei-cheleien und Versprechungen, ja selbst die versteckten Drohun-gen Wilhelms von Fürstcnberg, wie in Berlin die eines bc-sondern Gesandten des Kurfürsten von Köln, dann Ludwigs XtV.selbst wesentlich ohne Erfolg. Vergeblich wurde dem Kurfür-sten ein Antheil der reichen Beute zugesichert, die Gefahrlosig-keit ihn jetzt zu erlangen bewiesen, die Kränkungen, welche er

1) VVugner p. 222. pukendork XI. §. 12.

2) pulender! XI. tz. IZ. VVugner p. 276.

Z) kul-ador! XI. Z. 14.

Grenze! Gesch. d- Prcussisch. Staats. II. 20

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