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Bund mit Frankreich.
Der Kukfürst verweigerte allen Truppen, die nach Belgienmarschkren wollten, den Durchzug durch seine Länder, suchteauch den westfalischen Kreis dafür zu gewinnen. Er willigtein die Verlängerung des Rheinbundes, über den noch verhan-delt werden sollte, und vermittelte zur Erhaltung des Friedensin Deutschland einen billigen Frieden zwischen Frankreich undSpanien. Seine Rechte auf Geldern wollte der Kurfürst,während noch eiti freundschaftliches Vcrhältniß mit Spanienbestand, nicht geltend machen, sondern erst dann, wenn Spa-nien den Frieden verweigern würde. Hülfsgelder hätte er gerngenommen, doch ohne Verpflichtungen einzugehcn. Gegen Frank-reichs Angriff aus die Freigrafschaft hatte er nichts cinzuwen-den, da ihm das als ein Weg zur Beschleunigung des Frie-dens vorgestellt wurde ^).
Bald darauf gelang cs der Geschicklichkeit des französi-schen Gesandten Gremonville die mächtigen Männer zu ge-winnen, welche am Hofe Kaiser Leopolds unter dessen Namenregierten, und diesen selbst dafür zu stimmen, daß er mit Lud-wig XIV. einen Theilungstractat über die, wie man hoffte,durch den Tod Karls II. bald zu erledigende spanische Monar-chie abschloß, wobei zugleich die Genugthuung bestimmt wurde, 29. Jan.unter der Frankreich Frieden mit Spanien schließen solle. So 1668von allen Seiten, wie es schien, gesichert, war Ludwig XIV.bereit auch die Freigrasschaft einzunehmen, als er, wenn nichtganz unerwartet, dennoch mit großem Unwillen sah, daß ihmBedingungen vorgeschrieben werden sollten.
Mit großer Besorgnist sah Johann von Witt die seinemVaterlande durch Frankreich drohende Gefahr, und doch war
1) kukenäort X. §. 44. vergl. Z. 51. Der Vertrag wird vonSchöll nicht angeführt. Wie die Franzosen über den Kurfürsten dachten,zeigt auch ein sehr geheimes Schreiben Millets an Lionne v. 18. Januar1668, also nach dem Abschlüsse des Bundes. Es sei hier (in Berlin) keineWahrheit weder in dem was der Kurfürst sage, noch in dem was die-sem geschrieben werde. Dieser höre Alles, glaube Alles et sa taidless«.
»'«st pss «onoevsdle dien >>u'il veu'l»« parsitro le pl»8 zxlorisuxprinrs <1s I'Lnrope. Man sieht, wie die Franzosen sich ärgern, daß einDeutscher ihre Kunst so schnell gelernt hat, und daß sie Schwäche nennen,was allerdings nichts eben sittlich Besseres, aber sicher nicht Schwächewar und damals sogar sehr viel galt.