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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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287
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Unterhandlungen mit Frankreich und dem Kaiser. 287

Johann Casimirs zu betreiben und einen französischen Prinzenauf den polnischen Thron zu setzen, so wolle er sich bemühen,daß der westfalische Kreis den Kaiserlichen den Durchmarschverweigere. Als nun der König sogleich versicherte, er gebeden Prinzen von Conde auf und wolle den Pfalzgrafen begün-stigen, so sing Friedrich Wilhelm an, sich ihm etwas weniger ^ .abgeneigt zu zeigen. Er dankte lebhaft dafür und erwiderte,was der König für den Pfalzgrasen thue, sehe er als seinemHause gethan an ').

Die Generalstaaten unterhandelten, nachdem sie zu Breda ^7Frieden mit England geschlossen hatten, sehr thätig, um Bel-gien zu retten. Weil nun der Bischof von Münster stark rü-stete und man sein Einverstandniß mit Frankreich ahnetc, somachte, wahrscheinlich auf Johanns von Witt Veranlassung,der brandenburgische Gesandte Blaspiel im Haag dem Kurfür-sten den Vorschlag: im Einverständnisse mit den Herzogen vonBraunschweig-Lüneburg und den Holländern den Bischof so-gleich mit Gewalt zu unterdrücken, und als der Kurfürst dasablehnte, ihn bei einer Reise durch den Commandanten vonMinden überfallen und aufhebcn zu lassen, was der Kurfürstebenfalls von der Hand wies, vielmehr dessen Rüstungen zu-sah, um die Holländer zu veranlassen, sein Bündniß noch nö-tiger zu finden und ihn für den Fall des Krieges mit Hülfs-geldern zu unterstützen ^).

Jetzt suchte ihn auch der kaiserliche Hof, so wie der Ge-neralgouverneur der spanischen Niederlande, der Marquis vonCastel Rodrigo, zur Unterstützung Belgiens zu vermögen. DerPlan war, es sollte der Kaiser 25 bis 30,000 Mann, Bran-denburg 15,000, eben so viel die Herzoge von Braunschweig-Lüneburg stellen; dazu sollten noch 6000 Spanier kommen,vielleicht selbst Schweden. Der dem Kaiser eifrig ergebeneMarkgraf Herrmann von Baden kam deshalb nach Berlin und Julizeigte dem Kurfürsten an, der Kaiser wolle Spanien zur Ver- 1667theidigung Flanderns und der Freigrafschaft mit einem Heerebeistchen und Montecuculi solle in der Mitte des Oktobers in

1) Hl iß net 1. II.

2) kuken^ort X. Z. 39.