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2 (1837) Von 1640 bis 1688
Entstehung
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Ludwig XIV.

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ner weitern Aussicht auf Erwerbungen die älteste Tochter ersterEhe des damals noch eines Thronerben ermangelnden KönigsPhilipp IV. geheirathct hatte, wendete er seine Blicke auf diespanischen Niederlande.

Schon Richelieu hatte den Plan, diese Lander zu einer, katholischen Republik, im Gegensätze der evangelischen der ver-einigten Niederlande, umzubilden. Mazarin hatte sie gern impyrenaischen Frieden erworben, Ludwig XIV. wollte sie erben.Die nach fast zehnjähriger Unfruchtbarkeit der zweiten Gemah-lin Philipps IV. erfolgte unerwartete Geburt des an Geist undKörper schwächlichen Prinzen Karl nöthigte zu einer andernBegründung angeblicher Ansprüche. Es galt in Brabant einPrivatrecht, vermöge dessen die Töchter erster Ehe in der Ver-erbung von Grund und Boden selbst den Söhnen zweiter Ehevergingen. Das wollte nun der König, ohngeachtet der Ver-zichtleistungen seiner Gemahlin, gegen den Prinzen Karl gel-tend machen, wenn König Philipp stürbe. Hierzu war esnöthig Holland zu gewinnen und den Kaiser in Schach zuhalten durch Bündnisse Frankreichs mit deutschen Fürsten.Spanien war zu ohnmächtig um sich allein mit Erfolg wi-dersetzen zu können. Johann von Witt, der damals die Staats-angelegenheiten Hollands an der Spitze seiner Partei leitete,hatte sich im Interesse seines Vaterlandes an Frankreich ange-schlossen; die Gegenpartei, die oranische, war durch persönlicheund verwandtschaftliche Interessen mit England verbunden.

! Witt war einer von den damals sehr seltenen Männern, welcheBestechungen nicht zugänglich waren. Die ihm von Lud-wig XIV. angebotenen Geschenke schlug er aus. Er wolltedessen Recht auf die spanischen Niederlande nicht anerken-nen, war aber nicht abgeneigt nach dem Tode Philipps undKarls, und den letzten erwartete man weit früher, als er er-folgte, einen Theil dieser Länder für Holland zu nehmen, ei-nen an Frankreich zu geben, und den Überrest zu einem Frei-staate umzubilden, wozu sich in den zahlreichen Städten eine? starke Partei neigte. Ludwig wollte aber nur bis auf den TodPhilipps, nicht aber auch Karls warten, was Witt endlich, umihn nicht zum Feinde zu haben, nachgab. Wirklich wollte derKönig das Ganze für sich allein nehmen, jedoch ohne Witt das

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