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Buch IV. Viertes Hauptstück.
kaiserlichen Hofe durch, daß er nicht über ganz Pommern, wie »er wünschte, sondern nur über seinen Antheil die Belehnungerhielt; auch lehnten sie ein von ihm angetragenes Vertheidi-gungsbündniß ab ').
Nachdem der Kurfürst mit großer Anstrengung und Be-harrlichkeit die Anerkennung der Souverainetät und die Hul- ,digung in Preussen durchgesetzt hatte, Polen durch Parteiun-gen zerrissen, unter dem ohnmächtigen Könige im Kriege mitden Kosaken und den Russen, auch Schweden jetzt nicht ge-jährlich schien, konnte er seine politische Thätigkeit von Osten !ab wirksamer dem Westen zuwenden, ohne doch Schweden ganzaus den Augen zu lassen.
Es ist ganz der Natur der Dinge gemäß, daß, wie klei- !nere Weltkörper bei Annäherung an die größeren in derenBahnen gezogen werden, auch die größeren Staaten die klei-neren mit sich in ihre Kresse reisten, nur mit dem Unterschiede, >daß, wenn dort lediglich materielle Kräfte das Gesetz der Be- Iwegung und Anziehung geben, hier zugleich der selbständige !Geist der Führer einen Widerstand gegen die materiell größere lKraft der Staaten ausübt, und darnach mehr oder weniger !-frei die Bahn modisicirt, welche die kleineren Staaten neben jden größeren durchlaufen. So war es auch mit dem großen !Kurfürsten. !
Es ist gar nicht zweifelhaft, daß damals Ludwig XIV.an der Spitze seiner Staatsmänner und Krieger, mit den ansich so überwiegenden, von ihm unbeschränkt beherrschten KräftenFrankreichs, der Mittelpunct war, von dem die Bewegung dereuropäischen Staaten ausging und um den sie sich dreheten.Erweiterung der wirklichen Macht und Erhöhung des Glan- -zes derselben ist es, was Ludwig, und zwar, man muß cs ^gestehen, damals mit ungemeiner Geschicklichkeit und Beharr- !lichkeit, erstrebte und glücklich erreichte. !
Nachdem er die letzten Zuckungen der alten aristokratischen /Parteien unterdrückt, im pyrenäischen Frieden die GrafschaftArtois, einen Theil Flanderns, Lothringens und Luxem-burgs, endlich Roussillon von Spanien erworben und mit ei-
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1) kukonsork IX. Z. so ff. §