und dcr im brandenburgischm Kreise drang zuvörderst aus Los-lassung seines Deputaten, des altern Kalkstein, weil man denProccß gegen diesen mit der Vollstreckung angefangen. Schonvorher hatten die Obcrräthe versucht eine gütliche Ausgleichungmit Rhode zu bewirken, dieser aber erklärt, nachdem sic ihneinmal an das Recht gewiesen, sich nun auf nichts weiter cin-lasscn zu können. Weil viele Deputirte gar nicht erschienen,so wurden sie von den Oberrathen bei Verlust ihres Stimm-rechts dazu aufgcfodert. Die Gährung in Königsberg stiegimmer höher, die Sprache dcr Bürgerschaft wurde immerhärter, das Verfahren der kurfürstlichen Beamteten immer ge-waltthätiger.
Dcr Kurfürst hatte im I. 1656 eine Schanze, die nach-hcrigc Fricdrichsburg, auf städtischem Grunde, angeblich zurDeckung des Pregels gegen feindliche Angriffe, angelegt. Wardarüber schon große Unzufriedenheit entstanden, so stieg diesenoch mehr, als dcr Oberst Bekum, dcr Befehlshaber in der-selben, alles Land, das in dem Bereiche der Kanonen lag, inAnspruch nahm und dann auf städtischem Grunde eine Bicr-schcnke anlegte. Als alle Vorstellungen gegen dieses durchausnicht rechtlich begrüirdete Verfahren vergeblich waren, schickteder Magistrat Zimmerleute hin, das Haus abzubrechen. DerBefehlshaber ließ sie mit Gewalt zurücktreibcn und selbst Feuergeben, ja, als zwei Bürger einen beim Straßenraube.'ertapp-ten Soldaten in die Schanze verfolgten, ließ er mit Kanonenfeuern. Nun verlangten die Königsberger, daß die Feste ab-gebrochen würde, weil sic auf ihrem Grunde und Boden stehe,wofür ihnen keine Entschädigung geworden, und weil sie un-nütz 'sei, indem dcr Kurfürst getreue Unterthanen durch keineCitadelle zu bändigen nöthig habe. Der Kurfürst mißbilligte ^bruardas Verfahren des Befehlshabers und trug den Obcrräthen dieUntersuchung auf, ohne doch dessen Bestrafung ernstlich zu wol-len ^).
Da Schwerin sah, er könne auf keine Weise bei denStanden durchdringen, so rieth er dem Kurfürsten, selbst nachKönigsberg zu kommen, che die Polen sich in den Streit