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> November
1661
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180 Buch IV. Viertes Hauptstück.
und Abstellung gerechter Klagen die Gcmüther zu besänftigen,da, wenn man auch jetzt Gewalt anwendc, das doch bei et-waiger Minderjährigkeit eines Fürsten üble Folgen haben könne').Vorzüglich Zweierlei wünschten Viele im Allgemeinen: erstens,müssten die Polen sehen, daß die Stande an der Gründungder Verträge Theil genommen hätten, damit sie, wenn etwades Kurfürsten Familie ausstürbe, nicht wie Vieh weggegeben ^würden; zweitens, daß ein Schutz vorhanden sei, wenn der lKurfürst oder dessen Nachfolger die Privilegien verletzten.
Von Seiten des Kurfürsten und seiner Rathe war diese iZeit fortwährend möglichst benutzt worden, die Spaltung un- iter den Standen zu erregen, zu erhalten und zu vergrößern. !Die von den kurfürstlichen Truppen besetzten kleinen Städte !wagten schon nicht laut zu werden. Die Leiden der schreckli-chen Pest brachen den Muth einzelner Abgeordneter, anderewurden gewonnen, und selbst in Königsberg sogar unter denInnungen war eine, wenn auch nicht große Partei für die >Souverainetät umgestimmt. Diese rief den Rhode vom Land-tage ab, was dem über ihn sehr aufgebrachten Kurfürsten einegünstige Veranlassung gab, ihm und auch dem ältern Kalksteinbei der Wiedereröffnung des Landtags die Thcilnahme an dem-selben untersagen und sie vor Gericht stellen zu lassen. Ob-gleich auf diese Weise der gemeinschaftliche Widerstand derStände beseitigt war, so wollten diese dennoch vor Abschaffungder Accise und der Einquartierung sich auf Beantwortung deskurfürstlichen Antrags wegen der Souverainetät nicht einlas-sen. Indessen wurden sie von den Oberräthen bewogen, inihrem zu übergebenden Bedenken dem Kurfürsten die Abschaf- !sung ihrer Beschwerden nicht bedingungs-, sondern nur bittwcisevorzutragen. Der Kurfürst wollte nun die in ihrer sehr schwie-rigen Lage zwischen ihm als seine Rathe" und den Ständenals deren vornehmste Glieder hin und her schwankenden Ober-rathe nöthigen, entschieden Partei zu nehmen, und verlangte 'ihr Gutachten zu dem Bedenken der Stande. Die Oberräthesahen, was der Kurfürst bezwecke, wichen aus und überschickten ^ihm die von den Ständen entworfene und von ihnen für An- ,
1) knsenäork IX. §. 1b.