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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Souverainetät in Preussen.

October

deshalb lieber etwas von seinen Ansprüchen nachgcbcn, Polenfür sich stimmen und selbst nach Preussen gehen, um die be-sorgten Gcmüther zu beruhigen und umzustimmcn. Unter die-sen Streitigkeiten verging der Sommer '). Im August mussteder Landtag wegen der Pest ausgesetzt werden. Erst im Octo- ^der wurde er wieder, und zwar nicht nach Königsberg, sondernnach Bartenstein berufen, unterdessen aber Alles angewendet,einzelne Mitglieder umzustimmcn und ihre Besorgnisse zu zer-streuen. Die Meisten glaubten, die Souverainetät solle demKurfürsten, wie in Frankreich dein Könige, Macht verleihen,über Hab und Gut und Leben willkürlich zu schalten. Daswollte Niemand. Obwohl man auch Bestechungen nicht sparte,obwohl die Hauptleute in ihren Kreisen alle Mühe anwcndenmussten und goldene Berge für die Anerkennung der Souve-rainetat versprachen, so wurden doch nur Wenige gewonnen^).Viele, denen sie im mildern Lichte dargestellt wurde, warennicht mehr gegen sie, wollten aber doch dabei Erhaltung derPrivilegien; Andere, unter ihnen vorzüglich Königsberg mit demSchöppenmeistcr Rhode, blieben ihr geradezu entgegen. Ver-geblich suchte diesen der Oberprasident von Schwerin auf desKurfürsten Befehl durch Schmeicheleien und Versprechungen zugewinnen. Selbst kurfürstliche Beamtete gaben Veranlassungdie Souverainetät verhasst zu machen, indem sie bei den Kla-gen über die Lasten des Landes das mit der Souverainetätentschuldigten. Berichtete doch der Statthalter Fürst Nadziwill:über zwanzig der vornehmsten Familien hätten ihm bethcucrt,daß sie härter als türkisch regiert und Alles daran setzen würden,um ihre Freiheit wieder zu erringen, wenn man das nicht abstclle.Hätten die Bauern (Kosacken) das mit Erfolg vermocht, warumnicht der Adel? Die Königsberger hatten ihm erklärt, siewürden Friedrich Wilhelm als Fürsten, der alle Fürsten in derWelt an großen Eigenschaften übcrtreffe, empfangen; wenn eraber käme, sie zu unterdrücken, so würden sie Gewalt mit Ge-walt vertreiben. Schwerin rieth endlich selbst, durch Milde

1) kulsa äork IX. 8 §9.

1) Baczko V. p. Z16. Schreiben des v. Crcutz, Hauptmanns vonRastenburg an den Kurfürsten, in Beziehung auf die Stadt Schippenbeil.

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