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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Buch IV. Drittes Hauptstück.

dritten Artikel, welcher beide Theile verpflichtete keine fremdeFlotte in das baltische Meer zu lassen. Die von England undHolland geschickten Flotten sollten drei Wochen parteilos bleuden, dann dem Theile, der nicht beitreten würde, alle Hülfeentziehen. Die drei verbündeten Machte wollten auch den Frie-den zwischen Schweden, Brandenburg und Polen vermitteln.Dieser Vertrag brachte alle kriegführenden Machte auf. Kei-ner, auch Friedrich Wilhelm nicht, wollte ihn annehmcn, undes erbitterte vorzüglich Karl Gustav sehr, daß man sich inseine Angelegenheit mische. Daher schloffen die Holländer,welche wegen ihrer durch den Krieg im baltischen Meere sehrbeeinträchtigten Schiffahrt ungeduldig''wurden, auch zugleichdas bedrängte Dänemark unterstützen wollten, ohne Zuziehung24. Juli Frankreichs, das zweite Concert mit England, um den roth-1b50 schirr Frieden, mit Ausnahme einiger für Dänemark drücken-den Bedingungen, wenn sich beide Könige nicht binnen vier-zehn Tagen einigten, mit Gewalt zur Vollziehung zu bringen;endlich setzten sic fest mit Zustimmung Frankreichs im dritten14.August Eonccrt, denjenigen von ihnen, welcher sich den ihnen vorge-schriebcnen Bestimmungen nach vierundzwanzigstündigcr Fristnickt unterwerfen wolle, dazu mit vereinigter Gewalt zuzwingen').

Der König von Dänemark verwarf voll Selbstgefühlsdiese fremde, obwohl ihm vortheilhafte Einmischung trotz seinesUnglücks und wurde nur durch listige Vorstellung bewogenscheinbar einzuwilligen, damit die Vermittler Veranlassung er-hielten gegen Karl Gustav einzuschrciten, der die Vermitte-lung sicher auch ablehnen werde. Dieser schlug im heftigenZorne an seinen Degen: Ihr, sagte er zum holländischen Ge-,sandten, macht Entwürfe mit eurer Flotte, und ich entscheidesie mit meinem Schwerte. Zieht eure Schiffe aus dem Be-reiche meiner Festungen zurück, wenn ich sie nicht mit Kano-nenschüssen dazu zwingen soll*)! Lieber wollte er selbst frei

1) Du Vlont 1. VI. k>. II. p. 252, 260 u. 262. kukenüorlVIII. 4. u. 6arI. 6ust. VI. 11 ff.

2) 1' e >1 on II. p. 257. pukenäork 6srol. 6ust., wie überhaupthöchst wahrhaft und in Übereinstimmung mit dem von ihm unstreitigbenutzten lerlon. Ild. VI. 4l.