Druckschrift 
2 (1837) Von 1640 bis 1688
Entstehung
Seite
151
Einzelbild herunterladen
 

Schwedisch-dänischer Krieg.

15t

Österreichern nicht traucten und von den Nüssen bedrohet wur-den. Die Kosaken waren unruhig, das Heer misvcrgnügtwegen rückständigen Soldes'). Ihre Mannschaft unter Czar-neczki hauste in Holstein und Schleswig arger als die Schwe-den, so daß Dänemark laute Beschwerde führte H. Der Kur-fürst hätte sich gern näher an die Generalstaaten angeschloffen,doch waren diese wie Frankreich unzufrieden über sein Bünd-! niß mit dem Kaiser, obwohl sie andererseits den Dänengern geholfen hätten, wogegen England für Schweden war,ohne sich doch ernstlich einzulaffen, obwohl es aus Eifersuchtgegen Holland ebenfalls eine Flotte in den Sund schickte. AprilFrankreich hätte wohl Etwas für Karl Gustav gcthan, obgleich 1059cs ihn auch nicht zu mächtig werden lassen, vielmehr haupt-sächlich gegen den Kaiser gebrauchen wollte. Es hatte dahermit England (3. Febr. 1659) einen Vertrag zur Beendigungdes Kriegs zwischen Schweden und Dänemark geschlossen; zu-

> gleich sollten Polen und Brandenburg veranlasst werden, aus! dem Bunde gegen Schweden zu treten '). Die Friedcnsver-

> Handlungen zwischen Schweden und Polen zogen sich ohne Er-!, folg hin H. Vergeblich suchte Karl Gustav durch die größten

Anerbietungen von zu überlassenden Häfen und Vorthcilen dieGeneralstaaten zu gewinnen, eben so vergeblich Cromwcll zur^ Theilnahme am Kriege zu bewegen. Beide Seemächte wolltendurchaus Dänemark nicht thejlen oder gar völlig vernichten,

! und dadurch die ohnehin damals so gefürchtete Macht Schwe-dens auf der Ostsee noch stärker werden lassen. Endlich ver-ständigten sich Beide mit Frankreich dahin, Frieden zwischen dennordischen Parteien zu stiften und wo möglich den Kurfürstenund Polen zu bewegen, aus dem Bündnisse gegen Schwedenzu treten und diesem Pommern zu retten.

So schlossen sie das erste sogenannte Haager Concert, den Li. MaiFrieden zwischen Schweden und Dänemark auf Grundlage desrothschilder Friedens hcrzustellen, ausser in Beziehung auf den

1) Lcngnich S. 2Z1.

2) llieatr. Liirap. VIII. p. 855 ff.

8) 0>i Mont. 1. VI. k. II. p. 244.

4) Seit Februar 1659. 1° er Ion p. 199 ff. ausführlich.