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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Buch IV. Drittes Hauptstück.

Holstein aus Mecklenburg und Brandenburg angreifen, denKurfürsten mit Güte oder Gewalt vom Bündnisse mit Polenabbringen und sich dann gegen Österreich wenden. Der Kur-fürst suchte den König durch Gesandte auszuforschen, immerunter der Angabe, den Frieden mit Polen vermitteln zu wol-len. Er erkannte bald die ihm bevorstehende Gefahr'). KarlGustav hatte des Kurfürsten Zweideutigkeit hinlänglich erfah-ren und aus einem aufgefangcncn Briefe von dem Angriffs-bunde, welchen dieser mit Österreich gegen ihn als allgemeinenFeind geschlossen, Kenntniß erhalten H. Er verlangte dahervon den brandenburgischen Abgeordneten zuerst eine offene Er-klärung, ob ihr Herr sein Freund oder Feind sein wolle, wor-über diese eine bestimmte Angabe verweigerten. Dann wollteder König sie nur in Gegenwart anderer Gesandten anhören,woraus sic ebenfalls nicht entgingen. Da sie nun keine Voll-macht zu Verhandlungen hatten, der Kurfürst aber als Parteinicht auch Vermittler sein könne, so ließ sie der König alsGesandte eines Feindes^) gar nicht vor sich und sie musstenunverrichteter Sache und sehr gedemüthigt abreisen. Nun ließder König in Druckschriften sein Verfahren rechtfertigen, zu-gleich mit den Vorwürfen, welche er dem Kurfürsten zu machenhatte, was dieser in seinen Verthcidigungsschriftcn abwies underwiederte. Beide Theile wurden daher auch immer mehr er-bittert auf einander. Karl Gustav drohete dem Kurfürsten,weder dieser noch sein Sohn solle etwas Gutes von ihm hof-fen'). Die schwedische Flotte lag scgelfertig bei Kiel. Be-sorgt ging Friedrich Wilhelm nach Prcussen, welches er fürbedrohet hielt, und soderte die an der Netze stehenden Öster-

1) kukkiiäork 6arol. Oust. V. LZ. gibt an, Karl Gustav habejenen Plan wirklich gehabt, sei aber durch die Umtriebe Dänemarks beidessen Zögerungen in Vollziehung des rothschilder Friedens auf diesesReich hingelcnkt worden. Rach lerlon p. 115 ff. hatte doch Karlwohl schon früher diesen Entschluß und benutzte den Vorwand, er wollesich aus Brandenburg werfen, mehr um dadurch das Zusammcnziehen sei-ner Macht in Holstein und seine Absichten gegen Dänemark zu verstecken.

L) 1'Ireatruin tLurop. VIII. x. 588.

Z) l-erlon I. 13l.

4) kukaockvrk Vit. 53 ff. Ureatr. Lurop. p. 722.

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