Bruch mit Schweden.
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abgesonderten Frieden mit Schweden zu machen. FriedrichWilhelm fürchtete von Schweden erdrückt zu werden, wennDänemark keine Hilfe erhielte und drohete daher, sich mit KarlGustav, der dazu sehr bereit war, zu vertragen, verlangte, daskaiserliche Heer solle, wie früher bestimmt worden sei, Stettinangreifen und ihm übergeben. Der Kaiser erwiederte: wennLisola das versprochen, so habe er seine Vollmachten über-schritten. Vermöge des österreichischen Bündnisses mit Polensollten österreichische Truppen nur in Polen gebraucht wer-den ')- Dänemark mahnte Friedrich Wilhelm um Erfüllungder Bundesbcdingungen. Dieser trauete den Polen nicht undsuchte sich durch ein Bündniß mit Österreich zu decken, welcheser in Berlin gegen Schweden auf die Dauer des Kriegs unddann noch auf zehn Jahre abschloß, vermöge dessen beide 9- Febr.Theile einander, der Kaiser mit 6000, der Kurfürst mit 3500 1658Mann, zu unterstützen versprachen. In einem Beivcrtrage, vor-züglich über Art und Weise, wie Karl Gustav anzugreifen undder Krieg gegen ihn zu führen sei, wurde der gegenseitigeBeistand auf 10,000 Österreicher, 7000 Polen und eben soviel Brandenburger erhöhet, was iedoch der Kurfürst nicht so-gleich genehmigte. Ein geheimer Artikel bestimmte, daß fürden Fall der Eroberung Pommerns der Kaiser keine Ansprücheauf dieses Land machen und die festen Platze nur von Bran-denburgern besetzt werden sollten ').
Karl Gustav hätte so gern diese Bündnisse getrennt.Cromwcll und Frankreich waren für ihn. Schlippenbach wareben so bereit zum Frieden mit Polen, als dieses Land nunzwischen Schweden, Österreich, dem Kurfürsten, den Kosakenund den Russen zu theilen, wie früher mit jenen und Ra-goczy^). Das Misvergnügen der Polen und ihre Klage überdie schlechte Mannszucht der kaiserlichen Truppen, welche das
1) kukenäork VII. 11 ff.
2) vu Mont VI. k. II. p. 202. Bergt, kukenäork VII.
15—17. Ein früherer Entwurf im Ikeatr. Lurop. p. 580. War-ner I. p. 50. Er brachte Österreich in Bewegung, indem er Friedenmit Schweden zu schließen drohete. kukenäork VII. 11.
3) IVagner I. p. 50.