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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Schlacht bei Warschau.

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gleich Warschau und flüchtete nach Lublin, während die sieg-reichen Verbündeten in die Hauptstadt einzogen ') und durchPlünderung viele Beute gewannen, indem selbst die königli-chen Paläste nicht verschont und vorzügliche Gemälde und an-dere Bild- und Kunstwerke von dem Kurfürsten als Denk-mäler des Siegs in die Heimat geschickt wurden H.

Karl Gustav wollte den Sieg eilig benutzen und den Feindrasch verfolgen; allein der Kurfürst, zufrieden mit den erlang-ten Vortheilen, glaubte für das, was ihm der marienburgerVertrag sicherte, genug gethan zu haben, hoffte, das gedemü-thigte Polen werde jetzt um so eher zum Frieden geneigt sein,hielt auch nicht dafür, daß es ihm nützlich sein werde denSchweden die Oberhand entscheidend zu sichern, weigerte sichdaher weiter zu gehen, unter dem Vorwände, sich nicht vonPreussen entfernen zu können, und entzog dem Könige dadurchfast alle, Früchte des Sieges. Der von ihm ergriffenen Rolletreu, suchte er den Frieden durch den französischen Gesandtenzu vermitteln, trennte nach einigen Tagen Rast sein Heer vonden Schweden und ging nach Preussen zurück, als sei diesvon den Lithaucrn unter Gonsiewski bedrohet, der sich nach derwarschauer Schlacht dahin gewendet hatte, und als wolle erWeichselmünde erobern helfen. Nun setzte er, wie früher, seineUnterhandlungen nach allen Seiten hin fort, um sich alle ir-gend mögliche Vortheile zu sichern oder im schwierigen Falle

1) Das wichtigste Aktenstück über die Schlacht bei Warschau ist dereigenhändige Bericht des Kurfürsten aus den Handschriften der königl.Bibliothek in Berlin, abgedruckt in Orlich's Friedrich Wilhelm, Berlin1836. Beilage S. 139. Vergl- noch Stuhrs Schlacht bei Warschau,aus größtentheils bisher unbenutzten Quellen, in Ledeburs Archive BandIli. S. 1 ff. mit den daselbst angeführten Quellen, vorzüglich 1'srlo»Ulem. 1'. II. p 313. Doch möchte wohl aus ungedruckten Quellen nursehr wenig entnommen sein.

2) blsv reZio pepercit pslntio, cujus prsecipuns picturs» tnksllas-gus cnclnti vper'is secum nbäuxit in Loiussiknn, velut spvlis. ku -äavvslii p. 270. Daß der Kurfürst sogar die marmornen Säulen, welchespäter die Haupttreppe in Oranienburg schmückten, aus Warschau mitge-nommen habe, gicbt Pölln itz in s. Memoiren I. S- 78 an. Er ist sonstnicht zuverlässig in Einzelnheiten.