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Buch IV.
Drittes Hauplstück.
net, welche die Überzeugung des Königs ausdrückcn sollte, derKurfürst werde sich nicht von Polen getrennt und auf die SeiteSchwedens geworfen haben. Als dieser nun gedrängt wurdeMärz von Schweden abzugehen, erklärte er sich dazu bereit, mit gan-1656 ^ Macht für Polen aufzutretcn, wenn dieses ihm die Kostenersetzen und ihn gegen Schweden sichcrstcllen wolle '). AuchGesandtschaften des Chans der Tataren und des Zaars derMoskowiter mahnten ihn sehr ab, den Schweden Beistand zuleisten').
Man sieht hieraus, einerseits, in welcher schwierigenLage sich der Kurfürst befand, andererseits, wie sehr er be-mühet war sich überall Hülfsquellen, Unterstützung und auchwohl Auswege für die Zukunft zu schaffen. Die Hauptsache,sah er wohl ein, blieb er selbst mit seinen nächsten Umgebun-gen und mit seinen Waffen. Karl Gustav hatte ihn schonkennen gelernt und auch seine eigene Lage zu wohl begriffen,um nicht bei der Wendung der Angelegenheiten in Polen Allesanzuwenden, ihn völlig an das schwedische Interesse zu ketten.Er hatte daher schon am 19. Januar dem Kanzler Erich Oxen-stjerna aufgetragen, so bald als möglich mit dem Kurfürstenein Bündniß zu schliefsen. Bei dem llberhandnehmen des Auf-standes in Polen wiederholte er seinen Befehl, mit der Bemer-kung, der königsbergcr Vertrag werde nicht lange halten, undließ dem Kurfürsten für wirksamen Beistand vier Palatinalein Großpolen mit dem Titel eines Königs von Großpolen an-bieten, wogegen er für Schweden nur einige preussische Ämterverlangte. Indessen wurden die Schweden täglich mehr be-drängt, die Polen immer mächtiger und ihre Sprache, seitdemsie vom königsbergcr Vertrage Nachricht erhalten, gegen denKurfürsten drohender.
Friedrich Wilhelm überlegte nach seiner Art wieder reif-lich, hörte seine Rathe, welche theils, wie Waldeck und Fabianvon Dohna, für, theils, wie Schwerin, Hoverbeck und Jenagegen Schweden, theils, wie Somnitz, für Parteilosigkeit waren ^).
1) rurslläork vi. Zo f.
8) Hiiäswski p. 244.
3^ kuäL Wski p. 213. kuksiillorkVI. 1Z. Oarol. Kust. III. 37.