Der Kurfürst unterhandelt.
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! crstlgeschlossencn Vertrag wesentlich verletzt hatte. Er bethcuerteindessen nichts gegen dieses Bündniß gethan zu haben, suchte! vorzüglich den beiden die Hafenzölle und deren Erhöhung be-ll treffenden Artikeln des königsberger Vertrags, die allein er den
t Holländern mitgetheilt'), eine milde Auslegung zu geben, in-
! dem er erklärte, sich bei den Schweden mündlich Unterhandlun-
H gen über dieselben mit den Generalstaaten Vorbehalten zu Ha-li den. Als diese nun eine schriftliche Erklärung verlangten, daß
! der Vertrag nichts gegen den Bund enthalte, so weigerte sich
! Bonin natürlich diese zu geben, bemerkte aber, der Kurfürst
habe Manches im Vertrage absichtlich dunkel ausgedrückt, um^ es zu gelegener Zeit seinen Verhältnissen zu den Generalstaa-
! tm gemäß auslegen zu können. Endlich theilte er ihnen auf
. ihr vielfaches Verlangen, doch nur geheim, den Vertrag voll-
ständig mit, worauf sie erklärten, daß derselbe Bestimmungengegen das Bündniß enthalte, und der Gesandte, ohne seinenZweck erreicht zu haben, abreiste Eben so wenig war Crom-
> well zu gewinnen, denn dieser gab den Rath, sich mit Schwe-s den ganz oder gar nicht zu verbünden H. Dagegen schloß der
Kurfürst ein Vertheidigungsbündniß mit Frankreich auf sechs 24 Febr.Jahre, genehmigte dasselbe aber erst sehr spät H. Auch mit Po- 1656l len selbst war er zu gleicher Zeit in Unterhandlung getreten.
Johann Kasimir batte ihm seine Rückkehr nach Polen Januargemeldet und im Februar eine feierliche Gesandtschaft abgeord-
1) Diese hatten schon früher Nachricht davon. I-ettres äs Witt. I.x. Z9I. Bergt- x. Z96.
2) ? u ksn ä ork VI. 2 ff. Bergt. Histoirs äss trereo tüarneillei et Issn äs Witt 1'. 1. p. 67. Am 2. März 1656 war der Vertrag denl Gcneralstaatcn noch nicht initgetheitt. I-sttres äs Witt I. p. 405. S- auch
> über die Bemühung, ihn günstig auszulegen, das. p. Ztz8.l Z) kukenäork VI. 9—11.
4) Du Nont. VI. ?. II. p. 129. x»ksnäork VI. 12. Es wurdenicht im 1.1650 abgeschlossen, wie man aus Pöllnitz Memoiren zurLe-- bens- und Regierungs-Geschichte der vier letzten Regenten des preußischen! Staats; a. d. Franzos. Berlin 1791. V. 1. p. 55. schliessen sollte. Es^ wurde erst im Octbr. d. I. vom Kurfürsten genehmigt und war wesent-f lich wirkungslos, weshalb die einzelnen Bedingungen hier nicht ange-führt sind.
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