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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Polen gegen Schweden.

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nen. Dieser, zugleich vom Papst und Kaiser dazu aufgefodert,begab sich alsobald von Ober-Glogau, wo er sich mit vielenGroßen, jedoch nur 300 Gewaffneten aufhielt, nach Ratibor,fand dort Abgeordnete der Kronarmee, welche ihm ihren Ge-horsam antrug, ging über die Karpathen nach Lancut, trat derConföderation bei, suchte die Abtrünnigen wieder zu gewinnen,die Danziger und Friedrich Wilhelm in ihrer Treue zu befesti-i W gen, mit den Moskowitern Frieden zu schliessen, ließ dem Ra-I koczy, Fürsten von Siebenbürgen, die Nachfolge im Reiche an-^ bieten und kam nach Lemberg '). Bald ward der Aufstand in FebruarPolen gegen die Schweden allgemein. Das Heer unter Ko- 1656nieczpolski und Wisnowieczki kündigte in einem Manifeste sei- 2. Mär;nen Abfall von den Schweden an, welche die gegebenen Ver-sprechungen gebrochen, Kirchen, Schlösser und Reichsgut ge-plündert und den Adel besteuert hatten. Auch Paul Sapichamit den Lithauern erhob sich.

Der schwache doch gutartige König war so gerührt über i- Aprilden ihm so sichtbaren göttlichen Schutz, wahrend er an mensch-licher Hülfe hatte verzweifeln müssen, daß er in der Kathedral-l kirche zu Lemberg feierlich die Jungfrau Maria zur Schutzpa-tronin und Königin des Reichs erklärte, Erleichterung für diegedrückten Bauern gelobte und ein Edict für den freien Got-tesdienst der Dissidenten erließ ').

Kaum hatte Karl Gustav von dem Aufstande der Polenund der Rückkehr des Königs Nachricht erhalten, als er auchsogleich gegen ihn aufbrach, Czarneczki bei Golomb schlug undauf Zamofc und Jaroslav vordrang. Allein die früher zuSchweden übergetrctenen Schaaren des Nationalheeres (Quar-tianer) gingen haufenweise zu dem polnischen Heere über; Czar-neczki, der in offenem Felde den Schweden nicht wohl begeg-nen konnte, beunruhigte sie unablässig. Der Markgraf Fried-rich von Baden wurde bei Warca geschlagen; die Samogitier 23. Märzempörten sich und ermordeten die schwedischen Besatzungen;die Moskowiter neigten sich zum Stillstände mit Polen und

1) kuäawslci p. 227 ff.

2) S. das Edict bei Ituüswslci p. 242. Dieser ist selbst sehr auf-gebracht darüber, daß erst nach solchen Strafen Gottes an Erleichterungdes Volks gedacht worden. Wergl. übrigens kukenäort V. 30.

. Steiizel Gesch. d. Prcussisch. Staats H. 8