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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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104
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104 Buch IV. Drittes Hauptstück.

Gustav fort, vcr eine Vereinigung sehr wünschte. Dann erwoger nochmals, wie er pflegte, alle Vorthcile und Nachtheile einesBündnisses mit Schweden oder mit Polen ausführlich und bc-harrte bei dem zuerst ergriffenen Plane, eine Mittelmacht zwi-schen beiden Machten zu bilden, sich besonders durch Zuziehungpolnischer Parteien, welche sich ihm antrugen, zu verstärken undso auf irgend eine Weise des Lehnsbandes ledig zu werden').So zog er seine Unterhandlungen mit Karl Gustav hin. Erhalte zwar, ließ er dem sagen, seine Verbindung mit Polenaus hinreichendem Grunde für gelost, doch wünsche er lieberfriedliche Genugthuung, wolle parteilos bleiben, die festen Platzean der Netze, Wartha und Weichsel und im Ermland besetzenund den Schweden den Durchzug, den er ohnedies nicht hin-dern konnte, frcilasscn. Wenn die Polen das übel aufnäh-mcn, solle ihn Karl Gustav schützen und nicht eher Friedenschlicssen, bis der Kurfürst Genugthuung (dafür, daß er garnichts gethan) erhalten hätte. Diese sollte in Samogitien,Ermland, einem Theile Lithauens mit der Lehnsfreiheit (Son-vcrainctät) Preußens bestehen, welches Alles mit dem Ausster-bcn der Hohcnzollern an Schweden fallen, ausserdem auch KarlGustav nach Kaiser Ferdinands III. Tode Kaiser werden solle").Natürlich fand der König diese Vorschläge ungcmessen, ver-langte als wesentliche Hilfe die Stellung von 8000 Mannund bot Ermland mit der Souverainetät in Preußen. Dasgenügte dem Kurfürsten nicht, und so zerschlugen sich die Un-terhandlungen über ein Bündniß.

In Polen war Alles in voller Verwirrung, nirgends ge-meinschaftliche Anstalten. Die Groß-Polen wendeten sich anden Kurfürsten um Beistand gegen Schweden. Die Lithauen

1) kusenäorl I?riä. IVild. V. 11. Derselbe Oarolus Oustavus

I. 12.

2) Die Schweden behaupten, der Kurfürst habe auf jene Bedingun-gen wirklich ein Bündniß mit ihnen cingehen und seine Macht mit derihrigen vereinigen wollen, was auch wahrscheinlich ist; doch glaubte KarlGustav auf längere Zeit, der Kurfürst verlange das Alles für die einfacheNeutralität, ein Beweis, wie geschickt, im damaligen Geiste, die Aus-drücke gewählt wurden. ?ukenäork äs red. xsst. Oaroll Oustavi II.55. Vergl. die schwedische Mmlik im llieutro Luropneo VIII. p. LOK