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Buch IV- Drittes Hauptstück.
unter einem schwachen Könige konnte ihm zwar in Prcussennoch vielerlei Unannehmlichkeiten verursachen; doch brauchte er,im Besitze einer ansehnlichen Kriegsmacht, nicht zu besorgen,völlig unterdrückt zu werden. Schweden dagegen, mit seinemkriegerischen, kräftigen Könige, der vor Begierde brannte Er-oberungen zu machen und, wie der Kurfürst bald nicht mitUnrecht argwöhnte, sich Kurlands, Preussens und der gesumm-ten Ostsceküste zu bemächtigen , schien ihm gefährlicher wer-den zu können als Polen. Dann aber fürchtete er wieder,Polen könnte im unglücklichen Falle, um sich zu retten, Preus-scn an Schweden abtrcten; doch unter solchen Umständen derVorkämpfer Polens zu sein, widersprach dem Charakter undden Entwürfen Friedrich Wilhelms durchaus, sein Mißtrauenaber hielt ihn zugleich von einer engen Vereinigung mit KarlGustav ab. Daher sein Plan, die Absichten Karl Gustavsunter dem Vorwände, sich mit ihm verbinden zu wollen, danndie der Polen und der übrigen europäischen Mächte möglichst zuerforschen, den Ausbruch des Kriegs, so viel er könne, zu ver-zögern, um Zeit zu gewinnen, sich unterdessen stärker zu rüstenund eine Mittclmacht zwischen beiden kriegführenden Haupt-mächten zu bilden, welche sich, so viel als möglich immer un-abhängig von beiden, nach Umständen auf die eine oder dieandere Seite werfen könnte^), um das Gleichgewicht unterden Kämpfern und für sich die meisten Vorthcile zu erhalten.Er rüstete daher thätig, ließ durch den General Derfflinger1654 Werbungen besorgen und schickte bald 38 Geschütze mit nörhi-gcm Kriegsbedarfs aus der Mark nach Preussens. Zu glei-cher Zeit sah er voraus, England und vorzüglich die General-
1) Das besorgte der Kurfürst bereits im I. 1646 von Schweden,wenn dieses zum Kriege mit Polen kommen sollte, kutan darf kr!<l.IVilk. 1l. 42.
2) kutenllork krlll. Wild. V, 12. Xe interim suunun vi nenirpnrnmln, ijuoll nemini nlterius evnservntio tnntupere eorlli sit, ginn»sun eui^ue. ^e triste nimis clocunientnin eleetor eepernt, <june evixliniisit ineemis inter lluos bellnntes (lesiäentis ne utrius^ue insultntionibusvxpvsiti. — 8eä guin successus belli in obscuro lntebnnt, einnin re-rum niomentn trutinnneln et llextre veln nel ventum obllijuaueln vrnnt ete.
3) SparrS Leben S. 27.
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