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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Buch lV. Zweites Hauptstück.

1650 bald darauf niedergedrückten Hause Dramen eng verbundenschien; wahrend die Gegenpartei, bald unter den großen Re-publikanern de Witt, an der Spitze des Staates stand undjede Bewegung der Anhänger' Oraniens argwöhnisch beobach-tete. Vorwand der ferneren Besetzung war, die in der bran-denburgischen Geschichte nicht mit Unrecht berüchtigte horfyse-rische Schuld. Es hatte nämlich im I. 1616 die ProvinzHolland durch ihren Einnehmer Horsyser auf Credit der Ge-neralstaatcn dem Kurfürsten Johann Sigmund 100,000 Tha- ^ler vorgeschossen. Unstreitig waren die Zinsen theils unregel-mäßig theils gar nicht entrichtet worden und daher die Summedurch Zins auf Zins und Agiotage auf mehrere Millionen an-gewachscn. Verträge waren deshalb schon in d. I. 1632 und ^1636 abgeschlossen, jedoch wahrscheinlich brandenburgischer Seits !

1656 Wenig bezahlt worden '). Jetzt behielten die Holländer die Ein-nahme der kurfürstlichen Zölle an der Maas, jährlich im Be- itrage von 4000 Thalcrn, zurück^). Noch viele Jahre dauerte ^der erst im I. 1678 völlig bcigclegte Streit.

Friedrich Wilhelm hatte nicht bis auf den vollständigenBesitz aller seiner Länder gewartet, um in Handhabung seinerNegierungsrechte und in der Verwaltung den Weg anzuzeigen, lden er einschlagen wollte ^).

Wenden wir unseren Blick von den äusseren Verhältnis-sen, wie man sie gewöhnlich nennt, zu den inneren, so sehen

1) ?ukenäork III. 24. und vorzüglich Wagenaars Gesch. d.Vereinigten Niederlande, Buch X1.II. Z. 1Z u. Xllll Z. Z.

2) In den trefflichen historisch- politisch- geographisch- statistisch- mi-litärischen Beiträgen die königlich preussischcn und benachbarten Staate»betreffend, Th. .2. S. 79. steht eine Tabelle der Interessen des Herzog-thums Cleve vom I. 1656 und hier: Zoll und Liccnt auf die Maas an-geschlagen 4000 Rthlr. werden von den Herren Staaten einbehaltenin Abschlag ihrer Forderung..

8) Es ist mir nicht möglich geworden, ein vollständiges Bild der

^ Verwaltung zu geben, da es dazu an Vorarbeiten fehlt, welche wie Cos-mars und Klaproths Staatsrath einzelne Theile gut ausgeführt hät-ten. Ich fand nur Bruchstücke und gebe sie- Manches Einzelne wirdmir doch entgangen sein oder, schien nicht hierher zu gehören. Möchtedoch der vaterländischen Geschichte nur der hundertste Theil Begünstigungwerden, welche Ägypten, Griechenland und Rom finden!