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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Der westphälische Friede.

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sehnte westphälische Friede endlich zu Stande und wurde am24. October 1648 zu Münster und Osnabrück unterzeichnet.

Durch den Religionsdruck, dann durch die Verheerungen,die der Krieg mit seinem vielfachen Wechsel für Schlesien hcr-beigeführt hatte, indem es bald von evangelischen, bald vonkaiserlichen Heeren durchzogen wurde, litt dieses früher blü-hende Land dermaßen, daß es sich unter der österreichischenHerrschaft nicht wieder erholen konnte. In Löwenbcrg, wel-ches vor dem Kriege gegen dreihundert Tuchmacher gehabt hatte,waren im I. 1654 nur noch deren vierzehn vorhanden. InSchweidnitz standen von 1300 Hausern noch 118, von 699Hausern in Guhrau standen 587 leer. Die Herzoge von Krieggaben im I. 1649 an, daß von ihrem Fürstenthume Krieg,ungerechnet viele Tonnen Goldes wcrth, die durch Plünderung,Brand und Verwüstung verloren gegangen, seit dem I. 1635an baarem Gelde und Getreide 1,100,000 Gulden geliefertworden, und belegten das mit Quittungen. Gegen hundertRittcrsitze waren wüst und nur ein Drittheil der Dorfschafts-hufcn bebauet. Die Zahl der Hauser in Städten war auf einDrittheil, die der Einwohner auf ein Fünftheil geschmolzen.Beide Fürstenthümcr Liegnitz und Krieg hatten 425,000 Gul-den Schulden machen müssen, deren Ersatz vergeblich vom Kai-ser erbeten wurde '). Man berechnete, daß die Zahl der Ein-wohner in Schlesien durch den Krieg um 200,000 verringertworden wäre. Es war ja, wie wir schon bemerkt haben, inder Mark nicht anders, und man kann ohne Übertreibung sa-gen, daß Deutschland früher und später nie durch einen Kriegverhältnißmäßig für seine Kräfte so viel gelitten habe, alsdurch den dreissigjährigen Krieg. Es war dadurch sicher ummehr als ein Jahrhundert in seiner fortschreitenden Entwicke-lung ausgehalten worden, und selbst später noch manche Wunde,die er geschlagen, nicht geheilt, wie die vielen, seitdem zu an-deren Dorfschaften geschlagenen Feldmarken vernichteter Dörfer,und die, nach dem Untergange zahlloser freier Bauern, vonden Herrschaften zum eigenen Anbau eingezogenen Güter der-selben beweisen.

t) Archivalische Nachrichten.