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Buch IV. Erstes Hauptstück.
daß sie nur in dem Falle nicht mehr hatten mit Brandenburgverhandeln wollen, wenn sie Pommern unter Gewährleistungdes ganzen Reichs erhielten; da indessen einige Rcichssürstennicht einwilligten, so könnte auch wieder mit Brandenburg ver-handelt werden. Wittgenstein besänftigte die Schweden, indemer des Kurfürsten Worte, in Ewigkeit von der Oder nichtabstehen zu wollen, dahin auslegte, dieser habe gemeint, erglaube in Ewigkeit nicht, daß Schweden darauf bestehen werde').Die Franzosen und Holländer vermittelten die Wiederanknü-is. u. pfung der Verhandlungen und der Kurfürst, ging auf die vonZi. Jan. Schweden angegebene Grundlage im Ganzen ein, gab auch^ 0 ^ das rechte Oderufer auf, vertheidigte aber ausserdem verweigerndimmer noch Punct vor Punct, bis die aufgebrachten Schweden4. Fcbr. ihm ihre letzten Bedingungen mit der drohenden Erklärungzustellten, wenn er nicht binnen drei Tagen das Verlangte ab-trete, so werde Schweden seine Verpflichtung zurücknchmen,ihm Entschädigung zu verschaffen^). Da erst fügte sich der30. Jan. Kurfürst auf des französischen Gesandten d'Avaux's Dazwi-schcnkunft und trat Vorpommern mit Rügen, ferner von Hin-terpommern Stettin, Garz, Damm, Golnow, die Insel Wol-lin und das frische Haff mit allen Mündungen ab, wogegen erdas übrige Hinterpommern mit dem Bisthume Kamin undden Johannitcrcommendegütern in Vorpommern behielt. Einegenaue Grenzbestimmung sollte besonders vertragen werden.Dieses wurde, so wie es später in den Friedensvertrag ausge-nommen worden ist, förmlich, doch ganz geheim, abgeschlossen,ii.Febr. und nun arbeiteten Schweden und Frankreich vereint für Bran-denburg, um diesem eine möglichst große Entschädigung fürden abgetretenen Theil von Pommern zu verschaffen^), wäh-rend Österreich und noch mehr einige kleinere Staaten, eifer-süchtig auf die wachsende Macht Brandenburgs, diesem ent-i9.F«br. gegentraten. Österreich gab jedoch bald nach, daß die Bis-thümer Kamin und Halberstadt, nebst der Anwartschaft auf
1) kukenäork äs reb. suevicis XVIII. 171.
2) Usisi-N IV. 262. Die Schweden ließen ihm aber wirklich nochZ0. Januar Piritz und Kolbatz nach.
Z) INeiera IV. 267 u. 309. kutenäork III. 1—8 — 12.