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Buch IV. Erstes Hauptstück.
Waffenstillstände zu machen '). Schon am 24. Juli 1641wurde dieser, wie wir gesehen, wesentlich als Neutralitatsver-trag abgeschlossen und versprochen, den Kaiserlichen den Zugdurch die brandenburgischen Festungen zu verweigern, sie auchweder mit Lebensmitteln noch Kriegsbedürfnissen zu unterstützen.Als der Kaiser auf anderem Wege im Allgemeinen Nachrichtdavon erhielt, ließ sich der Kurfürst entschuldigen mit derNothwendigkeit, stellte den Vertrag als dem Kaiser vortheilhastdar, betheuerte an Neutralität oder wohl gar Abfall vomKaiser nicht zu denken, befahl aber seinem Gesandten in Wien,zu sagen, ihm waren die Bedingungen des Vertrags nicht be-kannt 2). Spater, als auch diese sich nicht mehr verhehlenliessen, erklärte er, durch den von ihm angeordneten Angriffauf die Quartiere der Schweden habe er diese vom Kaiser abauf die Mark gezogen, von diesem verlassen, sei er von denSchweden und seinen Landständen zum Waffenstillstände ge-zwungen worden *). Wie sich dann der Kaiser darüber be-schwerte, daß er den Schweden jährlich 100,000 Thaler fürden Waffenstillstand, ihm aber nichts gegeben, so entschuldigteder Kurfürst sich damit, daß die Schweden Feinde wären, derKaiser sein Schutzherr sei, von dem er Feindseligkeiten nichtzu besorgen, sie also nicht abzukaufen nöthig habe "). DerWaffenstillstand, schrieb er an Gallas, sei um so nöthiger ge-wesen, damit die Schweden nicht alle Lebensmittel nähmen,in welchem Falle die Kaiserlichen Nichts finden würden °); abereben diesen Nichts zu liefern hatte er den Schweden ver-sprochen.
Als das kaiserliche Heer unter Gallas anrückte, ließ derKurfürst, wie oben erzählt worden ist, die werbener Schanzezerstören, damit es sich dort nicht festsetzte, erklärte aber demKaiser, der Befehl dazu sei bereits ehe er etwas vom Anmar-
1) kuksaäork I. 14.
2) kukeoäork I. 19 u. 52.
3) ?ukei>äork I. 50. 51 u. 52.
4) kukenäork l. 53.
5) kukeaäork I. 52.