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Buch IV. Erstes Hauptstück.
war ihm bei den damaligen Verhältnissen so gut als unmög-lich, offen und ehrlich zu verfahren, ohne eine Beute schlauerund treuloser Frcunpc und zum Lohne für seine Hingebungden fremden Interessen aufgeopfcrt und dann wohl gar nochverhöhnt zu werden; denn die religiösen Interessen, welche denKrieg ursprünglich erregt hatten, waren bei dessen Fortgange,vorzüglich seit dem Tode Gustav Adolfs, gegen die politischenimmer mehr in den Hintergrund getreten. Es kam deshalbvielmehr Alles darauf an, den beiden einander feindlich gesinn-ten Hauptmächten so viel als möglich die eigenen ehrgeizigenEntwürfe zu verstecken, welche eigentlich, wenn sie auch nichtgeradezu gegen beide gerichtet waren, doch mit beider Absichtenauf keine Weise übcrcinstimmten. Danach regelte er auch nunsein Verfahren, welches das einzige unter den damaligen Um-ständen zweckmäßige schien, wenn er seine Plane aussührenwollte.
Er hatte gleich bei seinem Regierungsantritte dem Kaiserversichert, er werde ihm treu bleiben, habe daher den GrafenSchwarzenberg in dessen Statthalterschaft bestätigt, wünschezwar mit den Schweden zu verhandeln, werde aber Nichts ohneden Kaiser abschlicssen und diesem von Allem Nachricht geben ').
Dagegen entschuldigte er sich bei den Schweden, daß erSchwarzenberg nicht abgesetzt, da von diesem die Befehlshaberder Truppen abhängig gewesen, die zugleich dem Kaiser unddem Kurfürsten geschworen, weshalb er den Grafen anfänglichgeschont, bis er sich der Truppen versichert gehabt, dann aberhabe er solche Befehle an ihn erlassen, daß dieser wohl ge-sehen, der Kurfürst wolle nicht mehr von ihm abhangen, wasihn dergestalt geschreckt, daß man glaube, er sei an der Ge-müthsbewegung gestorben ^). Bald darauf, als der argwöhni-sche Kaiser den Grafen Martinitz an den Hof des Kurfürstenschichte, betheucrte dieser, er werde den von seinem Vater cin-geschlagcnen Weg nicht verlassen ^). Als die Befehlshaber derReiterei die Quartiere der Schweden in Pommern, Mcchlen-
1) pusentlorfl. 17".
2) I* u s« nä or t I. 14.
8) n H Ȋorl I. 18.