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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Friedrich Wilhelms Jugendjahre. 13

der Verheirathung des Prinzen mit einer Pfälzerin, durchausentgegen. Er weckte bei den allerdings auffallenden Anträgender klcvcschen Stände und bei den mehrfachen Zögerungenund Entschuldigungen des Prinzen, den Befehlen seines Vaterszur Rückkehr zu folgen, den Argwohn des Kurfürsten, welcherihnen daher aufgebracht schrieb: sie waren wohl seiner Regie-rung müde und wollten den Sohn vom Gehorsame gegen denVater abziehcn. Nun drang Schwarzenberg auf baldige Rück-kehr des Prinzen, wahrend die Kurfürstin für die Verlänge-rung seines Aufenthalts in Holland war und ihm auch nocheine Frist auswirkte, ff Der Kaiser trug darauf an, daß derPrinz nach Wien geschickt würde, und erbot sich, bei der da-maligen Geldnoth des Kurfürsten, einen Theil der Kosten zutragen. Schwarzenberg, der das höchst wahrscheinlich veran-lasst hatte, rieth dennoch davon ab, weil das die Kurfürstinund die Gcneralstaaten ungern sehen würden. Spater hatteer den Prinzen gern mit einer Prinzessin des kaiserlichen Hau-ses vermahlen und zur Annahme des katholischen Glaubensbewegen mögen, wenn nicht hauptsächlich die Kurfürstin ent-schieden dagegen gewesen wäre, ff

Seitdem sich Georg Wilhelm offen gegen Schweden und 1637für den Kaiser erklärt hatte und die Entwürfe zur EroberungPommerns lebhaft betrieben wurden, arbeitete Schwarzenbergernstlich, die Rückkehr des Prinzen durchzusetzen, weil dessenAnwesenheit in Holland, wegen der Spanier, der engen Ver-bündeten Österreichs, anstößig schien und unter den dama-ligen Umständen allerdings gewesen wäre. Auch musste demGrafen viel daran liegen, den Prinzen aus seinem Kreise zuentfernen, welcher die eben eingeschlagene Politik durchaus miß-billigte, und der gewandte Mann mochte hoffen, er werde durchein seines Benehmen, wo nicht des Kurprinzen Gunst erwer-ben, doch wenigstens durch ein Befördern ungefährlicher Wün-sche desselben dessen Abneigung vorläufig schwächen und dieEindrücke zerstören können, welche der Aufenthalt in Hollandgemacht hatte.

1) Cosmars Schwarzenberg. S. L9L ff.

2) Cosmars Schwarzenberg. S. 270.