Einleitung.
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einzige wirksame Mittel der Macht, errichtet, vermehrt, erhal-ten und geführt werden können.
Die Fürsten selbst aber mussten sich von engherzigen, re-ligiösen und volksthümlichen Vorurtheilen möglichst losreiffen,die Genossen jedes Glaubens, die Einwanderer jedes Landes,auch fremder Zunge, ausnehmen, schützen, verwenden, sobald nurder Hauptzweck erreicht wurde. Sie mussten mit eigener, rast-loser Thätigkeit überall wecken, anspornen, pflegen, beaufsichti-gen, leiten, damit alle Hülssquellen der Macht entdeckt undbenützt würden, damit jeder Unterthan gereizt, seine Kräfteverdoppelte, verdreifachte.
Man muß es offen anerkennen, zu Allem, was in demZeitraum von fast hundert und fünfzig Jahren den preussischenStaat wesentlich groß gemacht, als Heer, Finanzen, Anbaudes Landes, Gewerbe, Fabriken, Handel, Künste und wissen-schaftliche Bildung, hat der große Kurfürst zunächst den Grundgelegt. Selbst seine beiden nächsten Nachfolger, wie verschiedensie auch von ihm waren, haben, obwohl in beschränkten Kreisen,dennoch den Hauptzweck nicht aus den Augen verloren. Jnstinct-artig war auch in ihnen und um wie vielmehr in Friedrich II.Karls V.: plus ult,-», vorwärts, weiter! Sie hatten es auchschon leichter. Der große Kurfürst konnte seine Souverainetätin Preusscn nur durch des Bürgers Rode Kerker und desadeligen Kalkstein Blut sichern; Friedrich I. durfte schon, wieim Scherze, des Reichsgrafen von Dohna Fuß mit dem Stockeso stark berühren, daß selbst der fast vollendete Hofmann seineEmpfindlichkeit, obwohl im ersten Augenblicke nicht ganzbeherrschen, doch bald den gütigen Herrn, der zu Entschuldi-gungen sich herabließ und dergleichen nicht zu wiederholen ver-sprach, fußfällig bitten konnte, ihm lieber alle von ihm beklei-deten hoben Würden nehmen als sich in solchen Scherzenirgend beschränken zu wollen. Der Graf prägte seinen Kin-dern schriftlich ein, bei ähnlichen Gelegenheiten nie mit Größerenzu scherzen und dann nicht so empfindlich zu sein, als er da-mals gewesen. Wer darf nun noch Andere anklagen, wenn siekrochen, und wer die Fürsten, wenn sie sich des Gefährlichsten,was der Mensch haben kann, — der unbeschränkten Macht —nicht immer mit der nöthigen Mäßigung bedienten? Wer kann sich