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vom Kaiser bei, von welchem ich mir hatte Abschrift nehmen dür-sen und bemerkte, daß ich mich dieses Briefes fortan im Stillenerfreut haben würde, wenn nicht alberne und höchstbeleldigendc, inden Zeitungen verbreitete Lügen es mir zu einer Pflicht machrcn,ihn bekannt werden zu lassen, überließ jedoch das Ganze seinereignen klugen Beurtheiiung.
Wie groß war nun meine Verwunderung, als ich am drittenTage darauf alles wieder in den niederländischen Zeitungen las!Es betrübte mich tief! 2n meinem Charakter lag eS gar nicht, sovielen Lärmen zu machen, vorzüglich war ich darüber außer mir,daß der, an den ich mich in England wendete und der mich garnicht kannte, nun meinen Brief geradezu durch den Druck erhielt,eine Sache die gar nicht in meiner gewohnten Handlungsweise lag.Ich begriff ganz und gar nicht, wie das alles sich so hatte gestal-ten können. Nachher habe ich erfahren, daß mein Vertrauter sichaus Uebermaaßc des Eifers mit drei bis vier Personen von gleichenGefühlen vereinigt hatte, und daß diese, nachdem sie meine Arbeitin einem Convcntikelcben gelesen, den Beschluß gefaßt, statt die Zeitdamit zu verlieren dieselben nach England zu schicken, wo manvielleicht gar keinen Gebrauch davon mache, sic sofort und gleich an-Ort und Stelle zu veröffentlichen, wo sic allerdings auch das größteAufsehen erregte. Doch gereichte sic mir trotz der Unannehmlichkeit, die ich damals darüber empfand, durch Zufall später zu»,größten Nutzen.
Aber enden würde ich nie können, wenn ich hier alle die rüh-renden Züge in Bezug auf mich, alle Anerbietungen jeder Art anGeld, Kleidern u. s. w. aufzahlen wollte, denn selbst Leute aus dengemeinern Volksklasscn drängten sich herbei um ihre Gabe zu drin-gen. Einer davon drang mit Gewalt bis in mein Zimmer, ausdem ihn die Gendarmen wieder zurückrisscn und rief mir zu, daßer nur zwei Kleider habe, aus meiner Scacur aber wohl erkenne,daß er mir mit dem zweiten mehr dienen werde, daß er es also ver-kaufen und mir das Geld dafür zum Fenster herein werfen wolle.Welche Leiden, welche Dualen wurden nickt durch die Empfindun-gen vergütet, die solche Thatsachen in einem Herzen erwecken müssen?!
2n Kölln mußte ich jedoch vier und zwanzig Stunden liegenbleiben, so krank war ich. Aber auch dieser Zuwachs von Schmer-zen gereichte mir zum Glück. 3ch schlief nämlich eben im Bette,als der Lohnbediencc mit dem Ausbruche der Freude bercinstürzte,die man selbst empfindet und andern zu verschaffen überzeugt ist,