Druckschrift 
11 (1824)
Entstehung
Seite
167
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der Hinreise nach Sankt Helena am Bord deS Northumberland,vor doch nicht länger als zwei Jahren, die Nächte schlaflos inseinem Bette zugebracht hätte, blos aus Angst, daß das Schiff,während er schlafe, sinken möchte. So schwach er damals war, daeS doch gar keinen Anschein der Gefahr hatte, eben so unerschrok-ken war er jetzt, a'.S der Tod für gewiß betrachtet werden konnte!Es ging dabei so weit, daß sein Benehmen dem. Kapitain unange-nehm wurde, der es einen Augenblick lang höchst anstößig fand. DieserMann, den wir für einen wahren Mccrwolf gehalten hatten undder, wie es dazu kam, nichts weniger war als das, indem er beider größten Gefahr seinem Gchülfcn alles überließ und muihlosauf seinem Bette liegen blieb, dort an seine Sünden, vielleicht andie an uns verübten Spitzbübereien dachte man kenne ja dieFrömmigkeit und die Gewissensbisse der Seeleute ln den Stundender Gefahr dieser Mensch, sage ich, wurde auf einmal wiederstark, um meinem Sohne eine Scene zu machen, weil er sich er-laubt hatte, Scherzreden zu führen und ein Liedchen zu trällern.Das bieße In der schrecklichen Lage, worinnen wir uns befänden,sich au Gott versündigen. Nur seine Jugend und Unersahrcnheichabe ihm die Gefahr verborgen, in welcher wir seit acht Tagenschwebten, wo es in jeder Minute mit uns aus seyn könne unddarinnen hatte er Recht.

Doch das. was man eben gelesen hat, sollte noch nicht dasEnde unsrer Gefahren und unsrer Angst seyn. Das Ungewitterdauerte immer fort und schien noch stärker zu werden. Endlich,Sonnabend den 8:cn gegen Morgen, erklärte der Mann, welcherdas Steuerruder führte und für den geschicktesten und unerschrocken-sten von der ganzen Equipaac galt, daß er cs nicht länger über«tnbme Er fange an schwach im Kopfe zu werden und cs könneleicht ein Fehler, den er mache, sehr schlecht sür uns ablaufen.J tzc blieb uns durchaus nichts übrig, als zu treiben, das heißt,dis Schiff gegen den Wind zu kehren; ein höchst schwieriges Wo«nöuvrc in unsrer verzweifelten Lage, bei dessen Ausführung wir sehrIlichc zu Grunde gehen konnten. Allein die Vorsehung nahm unSabermals in Schutz; cS gelang mit einem seltnen Glück und lameöDank- und Jubclgescstrci gab uns in unserm untern Raume dieKunde davon. Wir schätzten uns nun höchst glücklich, obschon dereigentliche Unterschied nur darinnen bestand, nun nicht mehr vonhinten her, sondern in die -Quere verschlungen zu werden. Dochist allerdings wastr, daß von dem Augenblicke an, wo das Schiffdiese veränderte Stellung angenommen hatte, wir unS wie in dem