Druckschrift 
11 (1824)
Entstehung
Seite
148
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ist aber biS jetze mir unser» feinen europäischen Genüssen nochschlecht versorgt. Mit Ausnahme des Constantiaweins, welcher dorteinheimisch ist, war von allen' übrigen wenig oder gar nichrS znhaben. Ich braueylc die Vorsicht, den General Hall zu fragen,ob er wohl meine Sendung genehmigen würde und er bejahte cSmit der größten Höflichkeit. Freilich erklärte ich auch sogleich, umjeder Schwierigkeit in Ansehung der Zuläisigkeit dieser unbedeuten-den Gegenstände aus Sankt Helena zu begegnen, daß ich dabeiganz aus dem Spiele bleiben und sie nicht einmal sehen wolle, batdaher die -Offiziere des Generalstabs, mir dieselben zu besorgen undlhat selbst weiter nichts bei der Sache, als daß ick bezahlte. Nachdiesen behutsamen Vorkehrungen, die ich Sir Hudson Lowe mel-dete, sendete ich das Ganze an ihn ab. Man findet bei Herrn-O'Meara, daß der Gouverneur dieses Unternehmen sehr anstößigund beleidigend für die englische Regierung gesunde» habe. Mirselbst aber antwortete er, cs sei zwar nicht zu verkennen, daß ichmich bei der Sache sehr vorsichtig benommen hätte, gleichwohlkönne er nicht gestatten, daß diese Dinge in Longwovd abgegebenwürden. Es sei seine Sache, iin Namen der englischen Regierungfür alle dortige Bedürfnisse Sorge zu tragen. Er vergaß dabeiganz, wie oft er sich über die Unzulänglichkeit der Mittel beklagthalte und daß wir uns so oft bei ihm über den Mangel an denunentbehrlichsten Dingen beschweren mußten. Dennoch habe ichspäterhin erfahren, daß er am Ende alles an seine Bestimmung ge-langen lies, und cs ist mir die ganz unbeschreibliche Freude gewor-den, die Kunde zu erhalten, daß besonders der Sonstaniiawein dortsehr angenehm gewesen ist. Der Kaiser hat ihn ausschließlich fürsich behalten und nannte ihn nicht anders, als nach meinem Na-men. Wenn ihn in seinen letzten Momenten alles anekelte, wenner gar nicht wußte, was er nur genießen solle, dann sagte er:„Bringt mir Las-Cascs-Wein!" Welche Worte für mein Herz!

Zu der nämlichen Zeit schickte ich Sir Hudson Lowe die even-tuelle Urkunde zurück, welche der Großmarschall mir in dem qual-vollen Augenblicke der Abreise über die dem Kaiser überlassenen4000 Louisd'ors, zugestcllt hatte. Als ich mich damals sie zu neh-me» weigerte, sagte mir der Gouverneur ganz höhnisch: „GreifenSie zu, Sie gehen jetzt dahin, wo der General seine Fonds hatund dies wird Ihnen dazu dienen, Ihre Bezahlung zu erhalten."Dieser Umstand war mir späterhin wieder eingefallen; ich zweifeltenicht, baß Sir Hudson Lowe desselben in den Berichten an seineMinister gedacht haben werde und glaubte ihm daher diese Urkunde