Druckschrift 
11 (1824)
Entstehung
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nen Schritt thun, womit Ich einem Offiziere lästig werden könnte,will nie ausgehen.

„Da Sie denn nun beschlossen haben, Mylord! daß ich IhrGefangener bleiben soll, würden Sie denn wohl Bedenken finden, >mich In einem Hause In der Stadt unterzubringen, wo ich, unter ^den von Ihnen nöthig befundenen VorsichtSmaasregeln, einen Be» !dienten, einen Koch u. s. w. nach meinem Gefallen, auf meine Ko« !sten haben und mir selbst überlassen bleiben könnte? Dann Hanen !Ew. Excellen; für alles gesorgt und würden gar nichts mehr vonmir hören. Fiele mir ein, eine Spazierfahrt zu Wagen zu machen,oder sonst etwas der Art vorzunehmcn, so würde ich an den Offi-zier schreiben, ich kenne seine Gefälligkeit, er würde gewiß gern bc< ^reit scyn. Ich habe von einem Hause in der Stadt gesprochen, jMylord! denn die Natur der Krankheit meines Sohnes fordert be- isonders einen immerwährenden, oft schnellen ärztlichen Beistand undverbietet mir daher das Wohnen auf dem Lande.

„Das wären nun diejenigen Angelegenheiten, welche Ew. Excel» jlenz miczutheilen, ich mich genöchigt sah. Möchten sie Ihnen we- ^Niger unangenehm, weniger peinlich scyn, alS mir. Ich habe die ,Ehre u. s. w."

Dieser Brief mußte nun wühl, seiner Nacur nach, irgend einentschicdnes Resultat Hervorbringen. Die augenblickliche Antwortdarauf bestand darinnen, daß der General-Adjutant sogleich bei mirerschien und mir im Namen des Gouverneurs sagte: erstens, es jsei von ihm Befehl ercheilt worden, daß von morgen an mein !Sohn ein besondreS Zimmer haben solle; zweitens, daß hinführo !der Offizier nicht mehr mit unS speisen würde; drittens, daß man johne Verzug sich damit beschäftigen wolle, uns eine gesündere !Wohnung zu verschaffen und endlich, daß, wenn wir noch sonst ir- lgend einen Wunsch hätten, man es sich angelegen scyn lassen wer-de, ihn zu erfüllen u. s. w-

Dies hatte also mein Brief bewirkt. Sein Erfolg war, Mman sieht, höchst vollkommen und übcriraf alle meine Erwartungen.Ich freute mich höchlich ihn geschrieben zu haben, denn ich hatte>a min die sehr befriedigende Entdeckung gemacht, daß Lord Char-les Somerset ungleich besser gestimmt sei, als ich voraussetzen konnte.Aber das war bei weitem noch nicht alles. Am folgenden Morgenschreibt mir ein Oberster, der erste Adjutant des Gouverneurs, daßer mir etwas zu eröffnen habe und meine Befehle erwarte, zu wel-cher Stunde eS mir gefällig scyn würde, ihn anzunehmen. Auf ^die von mir erchcilte Antwort erscheint er sogleich und sagt mirnun, er sei von dem Gouverneur beauftragt, mir zu melden, daßdieser zum Vehufe einer Dienstreise diesen Morgen die Scadc verlassen