Druckschrift 
11 (1824)
Entstehung
Seite
138
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2m Innern dauerte der nämliche Zwang/ die nämliche Be« ^schränkung und jede Unannehmlichkeit fort. Die nämlichen Offizierespielten die höflichen Wirthe bei unserm Dejeuner und bei Tische.Dieser letztere Umstand war für mein Gefühl besonders widrig undich beschloß mich davon zu befreien, es koste was eS wolle. Ichblieb im Bette und lieS mir von nun an mein Essen dahin brin-ge», mit dem festen Entschlüsse, cs nie wieder zu verlassen, wenn ^meine Marter keine Erleichterung fände. Ick litt übrigens an lies« jtigcn Magenschmerzen, hatte zuweilen Fieber und war überhaupt !mit meiner Gesundheit ganz in Unordnung. Der wacktliabcnde ^

Offizier hatte mir allerdings zu erkennen gegeben, daß er Ordrehabe, mich in die Stadt und selbst nach deren Umgebung zu be- !gleiten, sobald ich ein Verlangen dazu zeigen möchte, aber ich dankeefür meinen Theil und machte hiervon nur für meinen Sohn Ge« !brauch.

Kein Mensch kam zu mir. Der Offizier wies jeden Versuchdeshalb streng zurück, entweder weil ich unwohl war und er miralso dadurch einen Dienst zu leisten glaubte, oder weil man ihn soangewiesen hatte. Es gab dies zu einem höchst sonderbaren Vor-fälle Anlaß. Unsrer Thüre gegenüber war ein langes Vorzimmer, !wohin wir gehen durften, weil dies zu mehrcrenmalen täglich noch«wcndigerweise geschehen mußte. Als ich es einst gethan und in derNachbarschaft eine sonst verschlossene Thüre offen gesunden harte,war ich neugierig genug cinzutreten. Eine steile Treppe führte michhier auf das Dach und die Plattform des Schlosses, von wo aus ich dieKapstadt übersehen und auf das Meer hinaus schauen konnte. Ganzergrif«sen von der Schönheit dieses Anblicks verlor ich mich in meinenBetrachtungen und zwei Stunden waren verflossen, ehe ich darandachte, zurückzukehren. Zufällig harte ich das Zimmer verlassen,während der Offizier mit meinem Sohne spazieren gegangen war,inzwischen wurde auch die Schildwacht abgelöst und als ich nunwieder an meine Thüre kam, setzte der Soldat sein Gewehr vorund stieß mich ganz grober Weise zurück. Je mehr ich auf demHincingehcn bestand, desto hitziger wurde jener. Die Sache fingan mir Spaß zu machen, aber noch lustiger fand ich cs, daß Ichjetzt selbst die Treppe hinunter, über die Höfe weg und nach derHauptwacht gehen mußte, um Leute zu holen, die mich wieder in -mein Gesängniß bringen sollten. Bei dem ersten Worte, das ich !sprach, erschrickt der Offizier, mich dort zu sehen, springt würbend jdie Treppe hinauf zu der Schildwacht und nun beginnt zwischenihnen der fürchterlichste Zank. Der Offizier schimpft und fluchtund droht mit Zusammenhauen; der Soldat, seinerseits auch wirthcnd, schwöre mit weit herausgctrelencn Augen, daß er doch nur