Druckschrift 
11 (1824)
Entstehung
Seite
133
Einzelbild herunterladen
 

133

verhangene LooS, eines langsamen Todes zu sterben, mit größererGleichgültigkeit ergeben, wenn auch kein Tribunal darüber berath«schlagt, wenn auch kein Richter cs ausgesprochen hat.

2ch habe die Ehre Ew. Ercellcnz einen Brief an Lord Cast»lereagh mit einem Einschlüsse an Se. K. H. den Prinz-Regenten zuübersenden. Beide Briese lagen schon bereit, als die Nachweisun»gen, welche Sie die Güte gehabt haben, mir desfalls zukommcn zulassen, an mich gelangten. Es war mir unbekannt, an welchenMinister ich mich eigentlich zu wenden hätte, glaube aber dochnicht, daß cs nölhig scyn sollte, meine Arbeit wieder von vorn an»zusangcn. Der Zustand meiner Augen macht mir das Schreibenl sehr beschwerlich und ich sehe doch, daß ich die wesentlichsten For»men beobachtet habe."

! Brief an Lord Castlcreagh mit Einschluß eines zwei»ten an den P rin z » Regenr cn.

Mylord! Da ich nicht weiß, zu welchen 2hrcr KollegenIch eigentlich meine Zuflucht nehmen soll, so gebe ich mir die Ehre,mich an Sie zu wenden, da ich Sie aus den öffentlichen Ereignis»sen kenne. Wenn Ew. Epcellenz' die besonder» MittheilungenSankt Helena betreffend vorgelegt worden sind, so werden sie 2H»nen ohne allen Zweifel eine große Abneigung gegen mich eingeflößthaben, und gleichwohl würden eben diese Angelegenheiten, hatteman sie 2hncn gehörig auseinander gesetzt, Ew. Ercellcnz, das binich überzeugt, gewiß der Beachtung, vielleicht selbst 2hrer Thcil-na.mc würdig erschienen scyn.

Longwood betrachtete ich wie eine heilige Feste deren Wälleich vcrtheidigen müsse; gern wäre ich an ihrer Bresche gefallen,aber ich widerstand. 2etzt bin ich außer dem angebctcccn Kreise,bin wieder unter dem gemeinen Hausen und muß mithin eine an»dcrc Stellung annehmcn. 2cb bitte nun in Demüthigkeit.i2ch ersuche Sie also, Mylord! ich bitte Sie inständig undspreche immer dabei in der Voraussetzung, daß ich mich an denMinister wende, der mich hören muß ich bitte Sie dringend,mich nach England zurückkchren zu lassen, da der schreckliche Zu»stand meines Sohnes und meine eigne Gesundheit die sorgsamste,die schleunigste Hülfe sodern.

Und welchen Bcwegungsgrund könnte man auch haben, denBittenden zurückzustoßcn? Vielleicht den persönlichen Haß? 2chbin für diese Ehre viel zu gering. Vielleicht eine Art von Abnci«l gung wegen Verschiedenheit der Meinungen? Sie sind ja dort beiIhnen an diese Verschiedenheit so gewöhnt und empfinden so wenig