gebens suchte man dte Schlüssel dazu; wir mußten ln einen ge»meinschaftlichcn Saal cintrctcn, wo sich mehrere -Offiziere der Gar»nison befanden, und daselbst warten. Zufällig kam ein Offiziervom Gcncralstabe hinein, dessen Gesicht sogleich großes Erstaunenausdrückte, daß man uns mit andern so ungehindert sprechen lasse.Unter einem höflichen Vorwände führte er uns in sein Zimmer, wouns einige Erfrischungen gereicht wurden und endlich kam man,nach Ablauf mehrerer Stunden, und sagte uns, daß unsre Zimmerfceciz wären. Sie bestanden aus drei verfchicdnen Behältnissen,die wir, als sich der Staub nach und nach legte, eins nach demandern entdeckten. Sie wurden nämlich eben gekehrc als wir ein»traten und waren deshalb mit Scaub ganz angefüllt. Daö ersteBehältniß war ganz leer, daS mittlere enthielt eine große Tafel,einen Lehnstuhl mit zerbrochncn Füßen und vier schlechte Stühle,das dritte zwei Bettstellen, zwei Pfühle, einen Srrohsack und dreiDecken, hieraus bestand das ganze prachtvolle Gerüche. Wie gutwar cS jetzt, daß wir unsre Betten mit auf das Schiff genommenhatten, aber wie war es nur möglich, daß nur zwei Tage crforder»lieh gewesen, um diese Vorbereitungen zu beendigen!? Dieser Um»stand gab mir keinen hohen Begriff von der Regelmäßigkeit, Pünkt»
> lichkeit und Geschwindigkeit der neuen Herrschaft, unter welcherich mich nun befand.
, Der uns zugegebene Offizier nahm sogleich Besitz von demi Vorzimmer; nach außen wurde eine Schildwacht gestellt und mir
! angcdeutet, daß ich mit niemand sprechen dürfe, mithin befand ich
l mich in einem wahren Gefängnisse. Ich hatte mich über Bal»
combes Cottage beklagt, aber hier war es eine noch ganz andereSache; das ist ohne Zweifel, so sagte ich mir selbst, die erste Wir»
! kung der guten Empfehlung von Sir Hudson Lowe.
! Jetzt kam das Diner; der Tisch war gut besetzt, unser Off-zier
> hatte es besorgt. Der Offizier des Generalstabes, dessen vorsichtigeHöflichkeit uns am heutigen Morgen ftstnahm und der uns nunschon wie alte Bekannte betrachtete, oder der auch vielleicht mit einerbesondcrn Aufsicht beauftragt seyn konnte, kam und sagte mir, daßer sich die Erlaubniß erbitte, mit uns freundschaftlich zu speisen
! und er bestrebte sich nun mit seinen Kameraden uns bestmöglichst! zu bcwirthen. Sie zeigten das größte Verlangen, sich uns ange»
! nehm zu machen, aber ich war nicht im Stande einzustimmen,schützte Ermüdung vor und ließ sie mit ihren Flaschen allein, bei! denen sie sichs auch, nach gewohnter Sitte, biS rief in die Nacht! gefallen ließen.
! Am folgenden Tage besuchte mich einer unsrer Kapitains von Sankt
> Helena. Da ihm der Krankheitszustand meines Sohnes bekannt
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