Druckschrift 
11 (1824)
Entstehung
Seite
93
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Prelli seine Gemahl!», selbst seinen Sohn nicht sehen würde.Welche Worte für mein Herz!

Als wir dann von Geschäften sprachen, übergab ich dem Groß»marschall dreizehn auf meinen Banquier in London gestellte Wechsel.ES waren dies die 4(>on LouiSd'ors, welche ich dem Kaiser so oftangeboren und von denen mir der Großmarschall gestern gesagt hat»tc, daß er sich endlich entschlossen habe, sie anzunehmen. So wardenn nun doch mein Wunsch erfüllt; ich fühlte mich höchst glücklich.

Als dies beendigt war, wurde dem General Gourgaud, der dieErlaubniß erhalten hatte den Großmarschall zu begleiten, gestattet,von mir Abschied zu nehmen. Dieser neue Beweis seiner Thcil-nähme, verbunden mit allen denen, dieser mir seit meiner Verhafttung ohne Unterlaß gegeben hatte, wirkten tief auf mein Gemüth.

Da die Sitzung ziemlich lange dauerte, so hatte Sir HudsonLowe die Artigkeit, diesen Herrn zu sagen, daß sie bei mir zumFrühstück bleiben möchten. Er selbst ging fort und nahm seine

ganze Umgebung mit , den einzigen -Offizier vom Dienste zu Long

wood ausgenommen, der die Herren eskortirt hatte cs war dergmc Capicain Poplcco», mit dem wir stets unendlich zufrieden zuseyn Ursache hatten. Seine Gegenwart, so viel ist gewiß, hätte unsnicht gehindert, während des ganzen Dejeuners, das ziemlich lange dau-erte, uns heimlich zu sagen, was wir nur immer wollten. Aber

wir hatten kein Gcheimniß und eS wurde, weder von der einen,

noch von der andern Seite auch nur ein heimliches Wort gespro-chen. Hätte ich vorausgcschen, wie es kommen würde, so konnteich von meinem Sohne meine ganze Correspondenz mit Sir Hud-son Lowe ausheben und sie nun recht bequem nach Longwood ge-langen lassen. Bei besserem Ueberlegen war ich aber froh, daß ichcs nicht thun konnte, indem ich denn doch Sir Hudson Lowe nichtkrauen durfte, der, bei seinem offenbaren Bestreben mich zurück zubehalten, vielleicht eine solche Entdeckung benutzt und alle bereitsgetroffene Anordnungen wieder aufgehoben, dann aber ganz andersmir mir verfahren haben würde.

Nach dem Dejeuner mar ich der erste, der den Muth hatte, vomAbschiednehmen zu sprechen. Ich bat, daß der Gouverneur herbei gerufenwerden möchre, um dcrSache ein Endezu machen, umarmtemeineKam-mcradcn und sie verließen mich nun. Der General Gourgaud sprachbeim Scheiden zu mehrcrcnmaleu mit der größten Herzlichkeit undGüte, über manche kleine Verdrießlichkeiten, die wir vielleicht mireinander gehabt hatten, und cS rhat mir wohl, hieraus die licbcr-zeugung zu schöpfen, daß selbige nur aus unsrer peinlichen Lageentstanden waren und unser beider Herzen keinen Theil daran ge-