Druckschrift 
11 (1824)
Entstehung
Seite
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aber je mehr er bewilligte, desto standhafter glaubte Ich seyn zumuffen. „ES ist nicht mehr Zeit, ancworceke ich ihm mit einerArt von Feierlichkeit, ich habe mir selbst mein klrcheil gesprochen.2ch werde nun nicht nach Longwood schreiben und verlange jetztzum Hundertstenmale, daß Sie die Güte haben, mich ohne Anstandsortzuschicken. — Aber Sie werden doch wenigstens von meinemAnerbieten und Ihrer Weigerung nach Longwood Nachricht geben? —2a das werde ich thun." Er ging äußerst betreten sort und machte«och einen letzten Versuch, indem er äußerte, daß wir nur bei Ge-legenheit eines Transports unter Segel gehen könnten, daß er nichtzu sagen wisse, wenn dicö geschehen möchte, daß kein Arzt amBord und solches in Betracht der GesundheitSumftände meinesSohnes doch ein sehr bedenklicher Umstand sei u. s. w.

Dienstags am 24. November.

Mein Sohn war in der Nacht sehr krank und ich selbst über-aus leidend. 2ch schickte daher mit Tages Anbruch zu den Dok-toren Baxter und O'Meara, um ihre sofortige Hülfe zu erbittenund schrieb in meiner Verzweiflung, so niedergedrückt wie ich war,an Sir Hudson Lowe, daß es uns unmöglich sei, die Behandlunglänger zu ertragen, bei welcher wir, ich und mein Sohn, umkom-men müßten, daß bei dem gefahrvollen Zustande meines Sohneswir doch seit sieben Tagen keinen Arzt bei uns gesehen hätten undso weit vom Wege uns befänden, daß, bei allem persönlichen Wohl-wollen für uns, doch zu große Beschwerde mit unsrer Behandlungfür sie verbunden sei. 2ch müßte ihn also ersuchen, diese Abson-derung ohne den mindesten länger» Anstand aushören und uns indie Stadt — wenn auch, sobald er das für nöthig hielte, in dasallgemeine Stockhaus — schaffen zu lassen. Diesmal hatte meinBrief seine augenblickliche Wirkung. Ich erhielt durch die rückkeh-rende -Ordonnanz ein Billct des Gouverneurs, worinncn er mir an-kündigte, daß ich »och heute in seine eigne Wohnung in der Stadtgebracht werden würde. Wirklich kam gegen Abend ein Offizier,«ns abzuholen. Wie lange ruhten nicht beim Scheiden noch unsreBlicke auf Longwood! Wie fesselte es während des ganzen WcgcSalle meine Gedanken! Meine innersten Gefühle waren aufgeregt.2ch lies anhalten, um es noch einmal zu betrachten. Gott, wasempfand ich, als ich nun weiter fuhr und eS jetzt aus meinen Blik«ken verschwand! Wie könnte ich das beschreiben! —