deS Mißbrauchs, den Sie sich hierbei erlauben, verantwortlich zuseyn? Sollten Sie denn nicht einmal genökhigt senn, sich wegendcü falschen Begriffs, den Sie ohne Zweifel Ihren Ministern davonbcigebracht haben, zu rechtfertigen? Sie haben eS gegen mich einpolitisches Tagebuch genannt. Ich hätte, fugten Sie hinzu,kein Recht gehabt, in meinen Verhältnissen, ein Register über daswas der Kaiser Napoleon gesprochen habe zu halten. Besonderssei cs ein Mißbrauch, sagten Sic, daß ich mich dabei auf oftf fizielle Aktenstücke bezogen hätte. AlS ob das, was ich sehe, lese,i berühre, höre, nicht mit allem Rechte und ohne Bedenken in dasj Reich meiner Gedanken gehörte, nicht mein völliges Eigenchum wä-"re, so lange das Gesammelte noch verborgen und geheim bleibt?
Sollte man wohl glauben, daß dergleichen Grundsätze aus der Quelle' der liberal«! Ideen Englands geschöpft seyn könnten? Sollte man' nicht vielmehr hierinnen die verhaßten Maximen der Continental-^ Polizei erkennen? Und was findet man denn am Ende in diesem^ Tagcbuchc? — Reden, Handlungen, erhabene Ausdrücke des gro-i ßen Mannes, den es betrifft? Materialien zu seiner Lebcnsbcschrei-' bung, vielleicht aber auch Dinge, die Ihnen nicht sehr angenehm, seyn möchten! — Aber wer wird sie denn zu öffentlicher^ Kunde bringen? Das Werk sollte ja erst noch burchgegangen, cs! konnte ja wohl darinnen noch vieles geändert, umgeschmolzcn unds berichtigt werden? Wer ist jetzt daran schuld, wenn es nicht ge-^ sckichc? — Ucbrigens möchten aber wohl die jetzigen Ereignisse,
^ mein Herr! mich eben nicht sehr geneigt machen, etwas anderes von! Ihnen zu sagen, als was ich denke und was der Wahrheit gemäß ist.
^ „Endlich sprechen Sie in Ihrem Beschlüsse, unterm Daco des 20. Dk-j lobers aus, daß ich von Longwood entfernt und nach dem Vorgebirge derf guten Hoffnung geschickt werden sollte. Wer wird nach der Formi und nach den Ausdrücken dieses Beschlusses nicht glauben, daß erH gegen meinen. Willen so gefaßt sei, indessen Sie doch, nach einer> langen Reihe von Tagen damit eine Sentenz fällen, die dem neuer-i liehen Vorfälle, von dem sichs handelt, ganz fremd ist. Sie ent-. fernen damit jemand von Longwood, der sich selbst seit zwanzigi Tagen schon, durch freiwillige Unterwerfung in Ihre Hände über-i liefert hat, der Sie seit achtzehn Tagen aus authentische We>se ans-fordert, ihn von der Insel wegschaffen zu lassen. Wer kann daswohl aus dem Inhalte Ihrer Schrift erkennen? Ein zugleich anmich gelangender Brief von Ihnen läßt mir die freie Wahl, ob ichmich dem Uriheile unterwerfen, oder nach Longwood zurückgehcn will.Aber wenn ich mich von dem Glücke kirren lasse, das Sie mir an-i biecen, so haben Sic gewonnenes Spiel und bleiben in guter Ruhe^ Herr meiner geheimsten Papiere; ich bin aus» Neue Ihr Gesänge-