Druckschrift 
11 (1824)
Entstehung
Seite
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welche ihn davon zurückgekracht haken. Die Reisenden verschweißbeten bei uns Bitten über Bitten, um die Ehre zu haben, bei ihmgemeldet zu werden, und dann war es etwas ganz gewöhnliches, daßwir fünf Monate nachher in den englischen Blattern unter den Na«men eben der Personen, welche so höchst dringend bet ihrem Ge«suche gewesen waren, lesen mußten, daß sie von uns auf die de«müchigM Weise ausgenommen worden mären, den Ausdruck dergrößten Dankbarkeit bet unS gefunden hätten. Einmal für immer,gnädigster Herr! glauben Sie keinem dieser Blätter mit ihren er«bärmlichen Lügen. Wenn wir hier diese Gcschichtchen lesen, die sieenthalten, so sind sie selbst den Engländern, die uns umgeben, zumAcrger und zum Lachen.

„Sie beklagen sich, daß ihre Briefe verfälscht sind, versichern,daß keiner von ihnen Dinge der Art schreiben werde, daß sie inLondon geschmiedet worden seyen, oder von Bediente» hier gewesenerReisenden herrühren müßten. Der Kaiser, 2hr DurchlauchtigsterBruder, ist, gnädigster Herr! immer derselbe. Wir, die wir dasGlück haben in seiner Nähe zu leben, erfahren die Wahrheit deroft bezweifelten Behauptung, daß ein großer Mann auch denen,die ihn entkleidet sehen, die ihn weder Tag noch Nacht verlassen,es bleiben und ihnen nur um so größer erscheinen müsse.

„Der Kaiser schläft sehr wenig; er legt sich zeitig nieder undda er weiß, daß auch ich selten schlafen kann, so läßt er mich oftrufen, um ihm Gesellschaft zu leisten, bis er einschläst. Gewöhn«lich wacht er um drei Uhr wieder auf; man bringt ihm Licht under arbeitet bis um sechs oder sieben Uhr, wo er dann sich wiederniederlegt und noch ein wenig zu schlafen sucht. Um neun Uhrgenießt er sein Frühstück, das man auf einem kleinen Tischchen,einer Art von Gueridon, an seinem Kanapee aufirägt. Er läßtzuweilen einen von unö dazu einladcn; dann liest er, arbeitet, oderschlummert auch wohl während der großen Hitze und endlich diktirter uns. Lange Zeit pflegte er gegen vier Uhr mit uns allen inder Kalesche spazieren zu fahren; aber auch das ist ihm wie dasReicen zum Ekel geworden. Statt dessen geht er spazieren, bis dieFeuchtigkeit ihn nbchigt, wieder ins Haus zu gehen. Wenn es Ihmbegegnet, daß er sich hierbei bis über fünf Uhr vergißt, so bekommter gewiß einen heftigen Schnupfen, Kopfschmerz, Husten oder Zahn«weh. Wenn der Kaiser heimkommt, diktirc er noch bis um achtUhr, oder er geht in den Salon und spielt dort eine ParthieSchach, ehe er sich zur Tafel setzt. Bei dem Descrt liest er uns,wenn die Bedienten sich entfernt haben, selbst Einiges aus unser»besten Dichtern, oder einem sonst dazu ausgewählken Werke vor.