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11 (1824)
Entstehung
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Anker warf. Se. Majestät bezeigten das Verlangen, sein Schiff,den Superbe, zu besuchen und der Admiral Hocham machte da,bei die Honneurs mit einer Gefälligkeit und einein Anstande, dieseinem Charakter zur Ehre gereichten.

„Wir reisten dann ab und waren unsrer Sache so gewiß, daß 'wir auf Treu und Glauben die Zeit der Reise ganz unbekümmertmit unschuldigen Träumen über unser künftiges Geschick im Schösseder Ruhe und der drircischen Gastfreundschaft ausfüllten. Wie weitwaren wir doch entfernt, alles das Gräßliche unscrs schrecklichenIrrchums zu ahnen!

„Kaum hatten wir aber an dem englischen Gestade Anker ge»warfen, als schon alles ein höchst düstres Ansehen erhielt. Der Kap!» jkain hatte sofort angeftagr, bei seiner Rückkehr jedoch durften wir nur !sein Gesicht sehen, um darauf unser Unglück zu erkennen. Er warein rechtlicher Manu, der seinen Instruktionen folgte, ohne dasschreckliche Gehcimniß zu kennen, das sie dikcirt hatte. Wir waren ischon früher dazu verdammt, hinaus mitten ins Meer, fünfhundertMeilen weit vom Lande, auf den öden Felsen Sanct Helenageworfen zu werden.

„Von nun an befanden wir uns in dem strengsten Gewahrsam.Alle Mittheilung war uns verboten; bewaffnete Fahrzeuge umkreuz, !ten uns und entfernten mit Flintenschüssen die Neugierigen, welche !sich uns nahen wollten. Dann machte man uns in den härtesten ^Ausdrücken und unter den beleidigendsten Formen unser ungerechtes, lunseliges Verdammungsurtheil bekannt und verlor keinen Augen-blick cs in Vollziehung zu setzen. Man foderte unsre Degen unddurchsuchte unsre Sachen, um uns unser Geld, unsre Wechsel,unsre Diamanten abzunchmen und, wie man sich auSdrückte, unserGut zu administriren. Sie glaubten bei dem Kaiser große Schatzezu finden. Wie wenig kannte man ihn doch! Man fand nichtmehr als viertausend Napoleons bei ihm, welche weggenommcn wur-den und außerdem etwas Silberzeug, das man ihm lies. EinigeSachen zum täglichen Gebrauche, etwas Wäsche und Kleider undein paar Reise-Bibliothekkisten machten das ganze Vermögen deS !ManneS ans, der die Welt beherrscht, Königreiche vercheilt undKönige geschaffen hakte.

„Dir wurden von dem Bellerophon auf de» Northum-berlaub geschafft und hinaus in das weite Meer gestoßen, wo !wir unsre neue Bestimmung am Ende der Welt finden sollten.

„Eine Menge von Personen waren dem Kaiser gefolgt, abernur vier von uns erhielten die Erlaubniß, seine Strafe zu theilcn.Schluchzend sahen die Zurückblcibenden ihn scheiden. Einer von 'denen, die so glücklich waren ihm folgen zu dürfen, konnte sich nicht