Druckschrift 
11 (1824)
Entstehung
Seite
44
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eines Beschlusses blos aus meinen Verstand und mein eignes Ge» .

suhl beschränke. Was ich aber beschlossen, habe ich dem Gouvcr-ncur Sir Hudson Lowe unter dem Losten des vorigen MonatS of-fiziell miegeeheilc. Um der Freiheit zu entsprechen, die mir gelassenist, enthalte ich mich eines jeden weitern Wortes davon und ver-lasse mich vielmehr darauf, daß die oberste Behörde das Zartgefühlbesitzen werde, Ihnen, wenn je von einem Thcile desselben Redeseyn sollte, meinen ganzen Brief mitzutheilcn. 2ch folge meinemGeschicke.

„ES bleibt mir nichts übrig als Sie zu bitten, meine Ehr-furcht, meine Liebe, meine innigsten Wünsche zu den Füßen dcSKaisers zu legen. Mein Leben bleibt für immer seinem Dienstegeweiht. Nur indem ich seiner erhabenen Person nahe war, konnteich noch glücklich seyn.

„Bei dem Mangel an allem Notwendigen, worin Sie sich un-glücklicher Weise insgesamt befinden, hätte ich sehr gewünscht, 2H- !

nen einige Diamanten meiner Frau — ein Halsband — dasSchcrflein der armen Wictwe! zurücklasscn zu können; aber wiedarf ich cs wagen es 2hnen anzubiccen? — Ich habe ein Glei-ches oft mit 4000 LouiSd'or versucht, die ich besitze und über wel-che ich in England diSponiren kann; ich wiederhole gern auch dies-falls meine Anträge. Die neue Lage, in welche ich gerathcn bin,wie sie sich auch gestalten möchte, darf hierbei nichts ändern. 2chwerde stolz auf meine Armuth seyn! Schildern Sie dem Kaisernochmals — ich bitte Sie darum Herr Marschall! — meine Er-gebenheit, meine Treue, meine unerschütterliche Beständigkeit.

„Und Sie, meine thcuern Gefährten in Longwood, vergessenSie mich nicht! 2ch kenne 2hre Entbehrungen, ich kenne 2hreLeiden; ich trage die Wunden davon in meinem eignen Herzen.

2ch war 2hncn wenig, als ich mich bei 2hnen befand, aber Siesollen sehen, waS ich 2hnen in der Ferne seyn will, wenn man an-ders so menschlich ist, meinem Eifer und meiner Sorgfalt keineHindernisse in den Weg zu legen. 2ch umarme Sic Alle zärtlichstund bitte Sie, Herr Großmarschall, insbesondere, von den Gefühlenmeiner tiefsten Hochachtung und Ehrfurcht überzeugt zu seyn. !

„N. S. Dieser Brief war 2hnen längst bestimmt. 2ch ^schrieb ihn, als ich mich von 2hnen zu entfernen glaubte. Erst !

heute erhalte ich die Erlaubniß deS Gouverneurs, denselben abzu- i

senden und erfahre zugleich von Ihm, daß ich bis zum Eingängeeiner Antwort aus England hier warten muß. So werde ich alsonoch Monate auf Sc. Helena bleiben und doch wird Longwood fürmich nickt vorhanden seyn. DaS ist eine neue Strafe, auf die ichnicht gefaßt war." ^