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nein Tagewerke gesprochen und mich auch nach dem weinigen ge«fragt hatte, kam er auf seine Vermahlung, verbreitete sieh dabeiüber die Feste, welche das schreckliche Ercigniß bei Schwarzenbergherbeigesührt hatten, und ich nahm wir schon vor, daraus einenreche interessanten Artikel für mein Tagebuch zu wachen, alS sichder Kaiser aus einmal unterbrach, um durch das Fenster nach eineransehnlichen Zahl englischer -Offiziere zu sehen, welche durch dasThor unsres Bezirks auf uns zu kamen; es war der Gouverneurvon vielen seiner Leute umgeben. 2ezc erfuhren wir von dem ein-tretendcn Großmarschallc, daß lezterer schon am Morgen da gewe-sen und ziemlich lange bei ihm geblieben, auch übcrdcm noch einegewisse Bewegung unter den Truppen wahrgenommcn worden sei,.Diese Umstande waren auffallend und man sicht was das böse Ge-wissen thut! 2ch dachte sogleich an meinen heimlichen Brief undeine innere Ahnung sagte mir, daß dicß alles mich angehe. Inder That meldete man mir nach wenig Augenblicken, der englischeOberste, eine Kreatur von Sir Hudson Lowe, erwarte mich in mei-nem Zimmer. Ich gab durch ein Zeichen zu verstehen, daß ichmich bei dem Kaiser befände. Dieser sagte mir aber gleich darauf:„Gehen Sie Lieber! und sehen Sie zu, was das Thier von Ih-nen will;" und alS ich nun schon gicng, rüste er mir noch zu:Kommen Sie aber ja bald wieder. Dieß waren die lcz-ten Worte die ich aus seinem Munde vernahm. Ach! ich habeihn nie wieder gesehen! Diese Lame, der Ton mit welchem ersprach, klingt noch in meiner Seele nach. Wie oft habe ich michder Erinnerung daran schon hingcgeben! Wie süß und wie schmerz-lich zugleich kann ein solches Andenken seyn!
Der Mensch, der mich rufen lies, war der Liebediener, derHelfershelfer des Gouverneurs, mit dem ich schon oft als Dollmct-schcr verhandelt hatte. Kaum erblickte er mich, als er mit einerrecht wohlwollenden Miene und einer honigsüßen Stimme sich rechezärtlich nach meinem Befinden erkundigte. — Das war der Ju-daskuß — denn als ich ihn jezc durch ein Zeichen mir der Handersuchte, auf meinem Kanapee Platz zu nehmen und mich dabeiselbst setzte, benutzte er diesen Moment, sich zwischen die Thürcund mich zu stellen, änderte nun plötzlich Gesicht und Sprache un?machte mir bekannt, daß er mich auf eine Dcnuneiation meines Be-dienten, wegen heimlicher Correfpondenz, im Namen des Gouver-neurs verhafte. Dragoner umringten schon mein Zimmer, allesReden mar umsonst, man muffe fter Gewalt nachgeben, und ichwurde unter zahlreicher Eskorte sortgcbrachc. Der Kaiser bat, wieman späterhin finden wird, schriftlich geäußert, daß, alS er durchdaS Fenster gesehen habe, wie ich von den Soldaten sorcaeschleppc