man mlr aber, Gott mag wissen warum, erst alS cr nicht mchrwar, überbrachc har, gelesen hätte, ich !tm, verliehen haben würde."Es war ein schönes Gefühl für uns, zu bemerken, w>e dir>c »uran uns gerichteten Aeußerungen des Kaisers, rein aus seiner Na-tur und ans seinem Herzen flössen. Er würde eS gewiß für sehrerniedrigend gehalten haben, hätte man nur einen Augenblick glan.den können, er wolle sich verlheidigen, »der gar bis zu einer Recht-serrigung hc.ablaffen. Seine Besorgnis, seine Empfindlichkeit gienghierbei so weit, daß wenn cr mir Fremden über die Sache sprach,oder für daS Publikum diecirte, er sich stets auf d>c Bemerkungbeschränkte, daß, wenn cr Kenntniß von dem Briefe des Prmzengehabt hätte, er ihn vielleicht, in Hinsicht der großen politischen
Dortheilc die cr hieraus ziehen können, begnadigt haben würde _
und als er seine lczten Gedanke» nied.-rschricb, von denen er glaub«te, daß er sie für die Mit- und Nachwelt geschrieben habe, spracher sich über diesen Gegenstand ln der Art aus, daß, obschon ervoraussetze, derselbe werde als einer der delikatesten für die Ehreseines Gedächtnisses angesehen werden, dennoch, wenn zdie Frageentstände, ob er nochmals so handeln wolle, cr solches zu rbun de-reit seyn würde. So war dieser Mann, so die Farbe seines Ge«müths, so die Richtung seines Charakters.
2ezt mögen nun diejenigen, die das menschliche Herz durch«schauen und die tiefsten Falten desselben erforsche» wollen, umSchlüsse und Folgerungen daraus zu sieben, nach Gefallen ihr Ge«schäsc vornehmen. 2ch habe ihnen Materialien und Documentevon großem Wcrthe dazu geliefert, denen ich noch das lezte nlchrminder merkwürdige hiuzufügen will.
Napoleon sagte mir einst über den nämlichen Gegenstand fol-gendes: „Wenn ich schon durch dieses traurige Ereigniß Schreckenverbreitet habe, wie sehr hätte nicht die Welt von einem ganz an«« dern Schauspiele ergriffen werden sollen! —
„Man hat mir zu mehrkrenmalen Anerbietungen gemacht, nachwelchen das Leben derjenigen Personen, an deren Stelle ich denThron einnahm, zu dem Preise von einer Million für jeden Kopf,mir zu Gebote stehen sollte. Man betrachtete sie als meine Neben«buhlcr, glaubte, daß ich begierig nach ihrem Blute fenn müsse,aber, wäre auch meine Natur anders, als sie war, beschaffen, wäreich auch wirklich zum Verbrecher geboren gewesen, so hätte ich dochzu einer solchen Thar, schon um deswillen keine Neigung gehabt,weil sie mir ganz unnölhig schien. Ich war ja so mächtig, hieltmeine Lage für so ganz gesichert und jene für so wenig furchtbar.— Man denke doch nur an dir Zeit des Tilsiter Friedens, an die