Druckschrift 
11 (1824)
Entstehung
Seite
21
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eingrstchen, dag das Gefühl In mir ungleich beredter scy, als dieKraft meiner Grunde, meiner haltbaren Einwürsc.

Der Kaiser sprach »ft über diesen Gcacnstand und ich habe da»durch Gelegenheit gefunden, die ausgesprochenste» Charakccrzüge anihn, wahrzunehmen. Sehr deutlich habe ich hierbei und sonst nochoftmals geseben, wie sehr in ihm der Privatmann mit dem Staats«manne im Widerspreche und das natürliche Gefühl seines Herzensmw dem Srolze und der Würde seiner Stellung im Streike war.Bei dem Hingebcn eines vertraulichen Gesprächs zeigte er sich nichtunempfindlich für das Loos deö unglücklichen Fürsten; aber sobalder öffentlich sich äußenc, war cs damit ganz anders. Als er einstmw mir über dessen Jugend und sein trauriges Schicksal gcspro«chm harte, schloß er mit den Worten: „Und ich habe späterhinerfahren, mein Theurer! daß er mir geneigt war; man har michversichert, daß er nie ohne eine Art von Bewunderung von mirsprach; so geht es in dieser Welt mit der distributiven Gercchtig«ket! —" Er sprach diese leztcrn Worte mir einem Ausdrucke undaic Züze seines Gesichts waren damit in so völliger Harmonie,daß ick fest überzeugt bin, wäre derjenige, den Napoleon eben be-kmace, in diesem Augenblicke in seiner MaHt gewesen, so hätte eri m gewiß mit Freuden vergeben. Es war dieß allerdings nur einaugenducklichcs Gefühl, eine unerwartete Lage, wobei ich ihn über«rascbte, und ich glaube nickt, daß dieß oft so vorgekommen seynmochte. N,,Meon konnte damit nicht verschwenderisch seyn. Die«ser zarte Punkt lurülirte seinen Stolz und die Gediegenheit seinerSeele zu nahe. Sein Raisonnement und seine Ausdrücke veränder«rcn sich hierbei immer in dem Verhältnisse, in welchem der Kreisum ihn her sich erweiterte. Man hat eben vernommen, wie er sichbei den Ergüssen des Tore a Tate hierüber äußerte. Wenn wiruns alle beisammen befinden, war es damit schon anders; dannsagte er, daß er mit Bedauern, aber durchaus ohne Gewissensbissean Len Vorfall denke, daß er sich nicht , einmal irgend einen Vor«

! wurf dabei zu machen habe — und sprach er vor Fremden, sohalte der Prinz sei-, Loos verdient.

D.r Kaiser betrachtete diese Sache gewöhnlich aus zwei ver«sckiedenen Gesichtspunkten: erstens nach dem grmeMen Neckte, oderden Begriffen der festgeschten Ordnung, und zweitens nach demNaturrechte, oder als einen Gewaltstreich. Mit uns sprach er dar«über recht gern und gewöhnlich nach den Grundsätzen des gemeinenRechtS. Es geschah entweder in Folge deS zwischen uns bestehen«den vertraulichen Umgangs, oder seiner Uebcrlegcnheit, baß er sichhierzu heraluirs und fast immer schloß er mlt der Bemerkung: man