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nem Daterlande nun einmal entlarvt war, interessiere niemand mehr;vielmehr war schon das Verhältniß, in welchem er mit Moreaustand, hinreichend, auch diesen in der allgemeinen Meinung zu stur»zen; eine Menge seiner Partisane verließen ihn, weil die Massebet dem Kampfe der Partheien unter sich schon mehr auf das Da»tcrland als aus die Individuen sah. Ich beurthcilre das so rich.tig, daß ich, als Real mir vorschlug Moreau zu arrctiren, mich,ohne Anstand, seinem Vorschläge wtdersetzce. Moreau, sagte ichzu ihm, ist ein zu bedeutender Mensch und steht mir zu direct ge«genüber; mein Interesse mich von ihm zu befreien ist zu groß,uni mich auf diese Art den Conjccturen der allgemeinen Mei-nung Preiß zu geben. — Aber wenn nun Moreau, fuhr Realfort, dennoch mit Pichegrü conspirirt? — Dann ist es eineandre Sache. Beweisen Sie mir das — beweisen Sie, daß Pi«chegrü hier ist, dann unterzeichne ich augenblicklich den Bcftbl zuMoreauS Verhaftung. Real harte indirecte Kunde von der AnkunftPichegrüs, konnte ihm jedoch nicht auf die Spur kommen. EilenSie zu seinem Bruder, sagte ich; har dieser seine Wohnung ver»lassen, so ist das schon ein wichtiges Anzeigen, daß Pichegrü hierist. Befindet sich aber sein Bruder noch in seinem Logis, so vcr-sichern Sie sick seiner Person; er wird überrascht scyn und dieWahrheit bekennen. Dieser Bruder war ein ehemaliger, jetzt inParis in einem vierten Stockwerke lebender Mönch. Sobald er fest«genommen wurde, sagte er sogleich, ohne eine Frage abzuwartcn,was er denn gethan haben solle? Db man ihm denn etwa einVerbrechen daraus mache, daß sein Bruder ihn gegen seinen Wil-len besucht habe? Er sey der erste gewesen, der ihm geschilderthabe, wie gefährlich sein Unternehmen sey, und der ihm >pcrachcn,wieder fortzugehen. Das war genug, um Moreaus Verhaftung an-zuordnen und zu vollziehen. ES schien anfangs, als ob er ganzruhig dabei sey; aber als er im Gefängnisse ankam, und erfuhr,daß er sich dort befinde, weil er mit Georges und Pichegrn conspi»rirc habe, war er sehr betroffen und gcrielh in die größte Angst.Was die Parthci im Ganzen betrifft, so war für die Mehrzahl derMitglieder der Name Pichegrü ein wahrer Triumph; überall be-haupteten sie, Pichegrü sey ja in London und es müsse mithin inwenig Tagen das Alibi erwiesen scyn. Entweder wußten sic wirk-lich nicht, daß er in Paris war, oder sic hofften, daß es ihm leichtseyn werde zu entkommen."
Seit langer Zeit schon hatte der Erste Consul mit Moreau ge-brochen, der ganz von seiner Frau beherrscht wurde. „Es ist diesallemal ein Unglück, sagte der Kaiser; man ist dann weder erselbst, noch seine Frau —> man ist gar nichts."
L. CaseS Tagcb. H.Bd.
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