Druckschrift 
11 (1824)
Entstehung
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Zch merkte mlr nnrcr ander» so mancherlei an, was ich anderwärtszu sagen vergessen harre, was mir ccwa von früherer Zeit her wie-der deisicl, oder auch gewisse bedenkliche Punkte, wobei unsere Lage,als Gefangene, Vorsicht nöchig machte, und endlich Manches, daSIch späterhin aus sichern Quellen in Erfahrung gebracht hatte.

Diele dieser Dinge haben keinen Zusammenhang unter sich,aber sic vereinigen sich dennoch in dein sieten Zwecke dieses Werk-S- theils dadurch, daß sie daS Lügenhafte in der damaligen Schil-derung Napoleons ans Licht bringen, thci>S indem sie ihn in seinemwahren Charakrer zeigen. Möchte doch das Lesen dieses Tagebuchsdiejenigen, welche ihm näher standen, dazu veranlassen, auch ihrerseitsalles das, waö sic von ihm wissen, oder von ihm selbst gehört ha-ben, auf die Nachwelt zu bringen.

Alle Welt sprach sonst von der entsetzlichen Grobheit und Hef-tigkeit des Kaisers gegen seine nächsten Umgebungen jetzt ist eSeine bekannte Sache, daß diejenigen, die ihn allernächst zu be-dienen hatten, ihn eben wegen seiner Güte und seines ganz vor-treffliche» Herzens anbeccten. WaS sein äußeres Benehmen betrifft,so hat mich, »ach meiner Rückkehr nach Europa ein Mann vomhöchsten Range versichert, dessen bloßer Name, bei der Achtung dieer genießt, hinreichend seyn würde, jeden Zweifel zu heben, da erbesonders immerwährend, sowohl im Kriege, als in dem Innernseines friedlichen Schlosses, um die Person des Kaisers war, daßer nur ein einzigesmal ihn über einen Reitknecht höchst aufgebrachtgesehen habe, der, bei dem Rückzüge von Saint Jean d'Acrc sichweigerte, sein Pferd zum Trauvporc der Kranken herzugeben, nach-dem er, als General en Chef, schon das seinige dazu überlassen,und seinen ganzen Generalstaab ein gleiches zu thun genöchigkhalte. Und noch, sagte man mir, scy es gar nicht unwahrschein-lich, daß sein Benehmen hierbei mehr politisch, als natürlich war,da die Sache in Gegenwart einer Menge entmuchtgter Soldatenverfiel, denen er vielleicht gern einen Beweis der lebhaften Fürsorgegeben wollte, die man für sic hege.

Es war eine ganz angenommene Sache, daß Napoleon an sei-nem Hofe und gegen seine Diener höchst unhöfllich sei), daß er kei-nem Menschen etwas Angenehmes oder Schmeichelhaftes sagenkönne. Von dem was Ich jetzt erzählen werde, bin ich aber selbstZeuge gewesen. Der Kaiser empfing, bei seiner Rückkehr von derunglücklichen Schlacht bei Leipzig die Beamten seines Hauses zueiner ungewöhnliche» Stunde. Er zeigte sich uns hierbei mit trau-ernder Miene. Als er an Herrn von Aeauvcau kam, der, glaubeich, mir zur Seite stand, und dessen Sohn, fast noch ein Kind, beider Shrengarde oder sonst mit ins Feld gezogen war, sagte Napo-