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Kloster der Signora, bleibt aber in kleiner Entfer-nung, denn die Leute reden gern Böses und würden,Gott weiß, was für Geschichten aushccken, wenn sieden Pater Guardian mit einem schönen Mädchen....,ich wollte sagen mit Frauen, gehen sähen-"
Nach diesen Worten ging er. Luzia erröthete,der Fuhrmann sah Agnesen lächelnd an, die auch füreinen Augenblick ihren Ernst ausgeben mußte, und alledrei folgten dem Mönche, etwa auf zehn SchritteWeite. Die Frauen fragten unterwegs ihren Be-gleiter , gegen den Pater Guardian hatten sie cs sichnicht unterstanden, wer die Signora sey?
„Die Signora," antwortetete er, „ist eineNonne, aber nicht wie andere. Aebtissin oder Priorinist sie nicht, denn, wie man sagt, ist sie eine der jüng-sten; aber eine Weltdame, deren Vorfahren großeLeute waren und aus Spanien gekommen sind, wosie über alles zu gebieten haben. Deshalb wird sieauch die Signora genannt, zum Zeichen, daß sieeine vornehme Dame, und in der ganzen Umgegendheißt sie so, denn es soll noch niemals in dem Klostereine ihr ähnliche Nonne gewesen seyn. Ihre Ver-wandten leben jetzt in Mailand, wo sie viel gelten.Sie gehören zu denen, die niemals Unrecht haben.In Monza gilt sie Alles, denn ihr Vater ist da derErste sie kann im Kloster thun, was sie will und ge-nießt auch außer ihm die größte Ehre. Was sie un-ternimmt , das führt sic gewiß durch, und gelingt cs