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ihres Gebetes, der Tiefe des Gefühles, mit dem siedas Gelübde gab. Und nun, nachdem sie Erhörunggefunden hatte, das Gelübde zu bereuen, schien ihrgottvergessener Undank, Treulosigkeit gegen Gottund die Jungfrau; es schien ihr, als müsse eine solcheUntreue nur neues, entsetzlicheres Unglück, in dem sieselbst im Gebete keinen Trost finden könne, auf sieherabzichen, und verscheuchte hastig dieses augenblick-liche Bereuen. Sie nahm sich ehrfurchtsvoll denRosenkranz ab, hielt ihn in der zitternden Hand, bestä-tigte, erneute ihr Gelübde, bat zugleich inbrünstigum die Kraft, es zu vollbringen, bat um Abwen-dung jeder'Versuchungdurch Gedanken oder Ereig-nisse , die ihre Seele, wenn auch nicht treubrüchigmachen, doch gar zu sehr quälen könnten. Renzo'sEntfernung, ohne Wahrscheinlichkeit der Rückkehr,eine Entfernung , die ihr bis jetzt so schwer auf demHetzen lngsl schien ihr jetzt Mdaßregel der Vorsehung,in beiden,Begebenheiten ciistZicl zu verfolgen und siebemühte sich, in. der einen Grund zu finden, sichstbkr"bisi andere zu trösten. Nach diesem Gedankenstellte ssre sich Auch vor: dieselbe Vorsehung werde ge-wiß, ihr Merk zu krönen, zu vermitteln wissen, daßauch Nenzs sie aufgcde, vergesse — Kaum hattedieser Gedanke aber Raum in ihrem Innern gefunden,als er sie ganz außer sich brachte. Das arme Mäd-chen fühlte, daß ihr Herz von Neuem bereuen wollte,nahm ihre Zuflucht zum Gebet, zu Verheuerungen