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2 (1828)
Entstehung
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auf den Napf zurück und deckte und bereitete denMittagstisch der Familie.

Nachdem Luzie besser bei Kräften und bei sich war,sing sie, von einem natürlichen Gefühle der Schaamund Reinlichkeit erregt, an, ihren Anzug zu ordnen,entwirrte und steckte ihre aufgelösten und durcheinan-der gerissenen Haarflechten wieder auf dem Kopfe zu-sammen, brachte ihr Hals - und Busentuch in Ord-nung. Bei dieser Beschäftigung berührten ihre Fin-ger den umgehangencn Rosenkranz, der Blick trafauf ihn und augenblicklich ist ihre ganze Seele in Ver-wirrung. Das Andenken an ihr Gelübde, bis jetztvon so vielen Ansprüchen.der. Gegenwart unterdrücktund erstickt, erstand in ihr plötzlich von Neuem undzwar recht klar und bestimmt. Und nun waren alle,kaum wieder erstandenen Kräfte ihrer Seele miteinemmale überwältigt; und.wäre diese Seele nicht sosehr von Unschuld, Gottvertrauen und Ergebungdurchdrungen gewesen, ihr Schrecken in diesem Au-genblicke würde sich zur Verzweiflung gesteigert haben.Nach einen Andrange der Empfindungen, welche sichnicht in Worte kleiden, waren die ersten sich in ihrbildenden Gedanken: „Ach, ich Unglückselige, washabe ich gethan ! " —

Kaum hatte sie dies aber gedacht, als sie schondarüber erschrak. Sie gedachte wieder aller Umständedes Gelübdes, ihrer unerträglichen Todesangst, der Ver-zweiflung an jeder menschlichen Hülfe, der Inbrunst

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