--?) Die gute Frau , hatte sogleich die Fcnstervorhangeder Sanfte zugezogcn, Luzlens Hände liebreich ergrif-fen und begonnen, ihr mit theilnehmenden, glückwün-schenden, zärtlichen Worten Trost eittzusprechett. Undda sic bemerkte, daß, außer der von so vielen Strapazenerregten Müdigkeit, die Verwirrung und Dunkelheitaller Ereignisse, das arme Mädchen am Meisten ab-hielten, sich über ihre Befreiung recht sehr zu freuen,so bot sie all-s, was ihr nur beifallen wollte, auf,ihre Gedanken wieder zu entwickeln und in geregeltenGang zu bringen. Sie nannte ihr das Dorf," ausdem sie war und nach dem ihr Weg sie führte»
„Dahin?" sagte Luzie freudig, weil sie wußte,daß es dem ihren sehr nahe lag. „Ach, du allerhei-ligste Madonna, wie danke ich Dir! Meine Mut-ter! Meine Mutterl"
Wir lassen sie gleich holen," siegte die guteFrau, nicht wissend, daß schon nach ihr geschickt sey.
„Ja, ja, und Gott wird es Euch lohnen....Aber Ihr, wer sepd Ihr denn? Wie seyd Ihr.;.."
„Unser Herr Pfarrer hat mich abgeschickt, ".sagtedie gute Frau; „der Herr, dem der Himmel dasHerz getroffen hat, den er segnen wolle, ist in unserDorf gekommen, wo eben der Herr Cardinal Erzbieschoss, der liebe Mann Gottes, ist und uns besucht,hat mit ihm gesprochen, -hat seine schweren Sündenbereut und will sich bessern. Er hat dem Cardinalauch gesagt, er habe ein armes, schuldloses Mädchen,