Druckschrift 
2 (1828)
Entstehung
Seite
292
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fing seine Gedanken ein noch schwärzerer Schleier:wo er auch den Blick hinwendcte, er hatte keinenTrost sonst in der Nahe, als den einzigen Sanften-führer, der zur Dienerschaft des Eardinals gehörte,also wohl ein ehrlicher Mann sepn mußte, der dochauch nichts Kriegerisches an sich hatte. Von Zeit zuZeit begegneten ihnen einzelne Wanderer, auch ganzeSchaaren, die sich beeilten, den Kardinal zu sehen;das tröstete zwar ein wenig» aber nur flüchtig; mannahete dem gräßlichen Thals, wo Niemand hinkam,als Unterthancn des Freundes, und was für Untertha-Nen! Er wünschte jetzt mehr als früher mit diesemFreunde ein Gespräch anzuknüpfen, sowohl um ihn zusondiren als bei Gutem zu erhalten; sah er ihn aberso sinnend däsitzen, verging ihm alle Lust. Also mußteer sich zu sich selbst flüchten. Der arme Mann hielt einSelbstgespräch, das, wollten wir es ganz mittheilen,unser Buch füllen würde, hier ist ein Theil desselben:Es ist wohl wahr, wenn es heißt, daß Heiligegleichwie Schurken nimmer Ruhe finden'; cs genügtihnen nicht, sich selbst in Trab zu setzen, sich selbst Sor-ge zu machen, auch Andere lassen sie nicht ungeschoren,wollen, wo möglich, alle Welt in Allarm bringen.-Und da müssen gerade die Allerschlimmsten sich immermebmir zu schaffen machen, der ich mich doch gar nicht,um sie bekümmere, müssen gerade mich bei denHaaren in ihre Handel ziehen, der ich doch weiternichts verlange, als daß sich Niemand um mich b c-