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Der ErMchcff ging weiter, griff an die Thüre,deren beide Flügel sogleich von zwei draußen, stehen-den Bedienten geöffnet wurden: und das außeror-dentliche Paar stand vor den gierigen Blicken des imVorzimmer versammelten Klerus. Sie sahen dieBeiden, in deren Gcsichtszügen sich zwar ganz ver-schiedene, a.ber gleich tiefe Bewegung spiegelte: dank-bare Herzlichkeit, dcmuthvoile Freude, in den deSehrwürdigen Friedrichs; in den des Unbekannten lrost-gemilderte Verwirrung, neue Schaam und Herzens-knirschung, die jedoch überall die Kraft seiner wilden,ungebandigten Natur durchblicken ließ. Wir wissen,Laß mehr als einem der Zuschauer damals die WorteJesaias einsiclen: „Wolf und Lamm sollen weidenzugleich, der Löwe wird Stroh essen, wie ein Rind."
Don Abbondio kam zuletzt, von Niemand weiterbeachtet. Als sie die Mitte des Zimmers erreichthatten, trat von der Außenseite der Kammer-diener des Cardinals ein, und meldete, die vomKaplan gegebenen Befehle seyen vollzogen, die Sänf-te und die beiden Maulthiere ständen bereit und esfehle nur noch die Frau, welche der Kaplan hole.Der Cardinal entgegnete, "so bald sie ankomme, solleman sie zu Don Abbondio führen, um dessen unddes Unbekannten Befehlen nachzukommen. Er drückete diesem noch einmal zum Abschied die Hand, sagte:„Ich erwarte Euch;" grüßte mit einer KopfbewcgungDon Abbondio und begab sich auf den Weg zur Kir-