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wollenden Gedanken, innerer Frieden eines langenLebens, Menschenliebe und stete Freudigkeit einerunauslöschlichen Hoffnung hatten die verwelkte Schön-heit des Mannes zur Schönheit des Greises erhoben,die in ihrer einfachen Würde herrlicher leuchtete alsder Purpur. Der Cardinal ließ seinen durchdringen-den Blick, seit lange gewohnt, die Gedanken Ande-rer aus ihren Mienen zu crrathen, einige Sekundenauf dem Unbekannten ruhen und glaubte, unter derDüsterheit und Unruhe, immer klarer etwas, seine,bei Ankündigung des Besuches gefaßte, HoffnungBestätigendes, hervortreten zu sehen. Er sagte mitLebhaftigkeit: „O, welcher erfreuliche Besuch! Wiedankbar muß ich Euch nicht für diesen Entschluß seyn;ob er mir gleich ein wenig zum Vorwurf gereicht!"
„Vorwurf!" rief der Fremde staunend, vonSinn und Art der Rede jedoch sanfter gestimmt, undzufrieden, daß der Cardinal das Stillschweigen gebro-chen und irgend ein Gespräch eingeleitct habe.
„ Gewiß ist es mir ein Vorwurf," nahm dieserdas Wort, „daß ich Euch mir habe zuvorkomme»lassen, und doch schon seit so langer Zeit,' so Vielemalezu Euch hätte kommen können und sollen."
„Zu mir, Ihr? Wißt Ihr, wer ich bin? Hatman Euch meinen Namen recht gesagt?"
„Glaubt Ihr denn, daß ich den Trost, den ichempfinde, der sich gewiß in meinem Gesichte darstellenmuß, beim Besuche, beim Anblicke eines Unkckann-II. S